Prädikatsexamen am Fließband Osnabrücker Jurastudenten gehören zu den besten im Land

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Die besten Jura-Absolventen des Landes Niedersachsen aus dem Jahr 2017 wurden jetzt für ihre herausragenden Examina geehrt. Foto: Niedersächsisches JustizministeriumDie besten Jura-Absolventen des Landes Niedersachsen aus dem Jahr 2017 wurden jetzt für ihre herausragenden Examina geehrt. Foto: Niedersächsisches Justizministerium

Osnabrück. Großer Erfolg für die juristische Fakultät der Universität Osnabrück: Fünf Absolventen des Jahres 2017 gehören zu den 20 besten im Land. Dafür wurden sie jetzt vom niedersächsischen Justizministerium geehrt.

Karsten Schmidt, Patrick Hoffmann und Katja Freiheit zählen zu den zehn erfolgreichsten Studenten, die 2017 das erste Staatsexamen ablegten. Beim zweiten Staatsexamen schafften es Denis Schlimpert und Luz-Maria Krause in die Top-10. „Als Jahrgangsbeste haben Sie das Privileg, frei über Ihre berufliche Zukunft entscheiden zu können“, gratulierte Staatssekretär Stefan von der Beck. Zugleich nahm er die Elite in die Pflicht. „Sie haben alle Möglichkeiten und Chancen, aber wer so talentiert ist wie Sie, der muss auch Verantwortung übernehmen. Sie stehen für das Recht ein.“

Viele fallen durch

Beide Staatsexamina sind für angehende Juristen die größten Hürden auf dem Weg in die Arbeitswelt. Im Jahr 2017 schrieben nach Ministeriumsangaben allein über 1400 Examenskandidaten die Prüfungen in Niedersachsen. Davon nahmen 783 Kandidaten am ersten Staatsexamen teil. Gut ein Viertel von ihnen fiel durch. Die besten zehn Absolventen hingegen erreichten Noten zwischen 12,18 und 13,17 Punkten („gut“). Beim zweiten Staatsexamen waren rund 83 Prozent der 633 Prüflinge erfolgreich – in der Spitze mit Prädikatsergebnissen zwischen 11,06 („vollbefriedigend“) und 14,19 Punkten („sehr gut“).

Lektionen fürs Leben

Was ist das Erfolgsrezept der Osnabrücker Jurastudenten? Eine wirkliche „Geheimzutat“ für ein gutes Examen gebe es nicht, meint Karsten Schmidt. „Man darf aber gerade während der Vorbereitung das echte Leben nicht aus dem Auge verlieren. Kurze Auszeiten sind wichtig. Alles in allem gehört natürlich auch immer ein bisschen Glück dazu.“ Die Universität Osnabrück erlebe er als sehr familiär, so Schmidt weiter. Er sei eigens für das Studium hergezogen und „wirklich zufrieden mit der Wahl meines Studienortes“.

Karriere in der Justiz

Dass angehende Rechtswissenschaftler sich hier nicht nur umfassendes juristisches Fachwissen aneignen, sondern auch etwas für das Leben lernen, unterstreicht Luz-Maria Krause. „Bei all dem Druck kommt es nicht auf das Hinfallen an, sondern darauf, immer wieder aufzustehen.“ Mit dem zweiten Staatsexamen in der Tasche wolle sie nun Richterin werden. Offenbar ein Trend unter den Jahrgangsbesten, denn insgesamt sieben von zehn Absolventen haben bereits ihren Dienst als Richter oder Staatsanwälte in der niedersächsischen Justiz angetreten. „Ein tolles Zeichen“, freute sich Staatssekretär von der Beck, „es zeigt, dass die Justiz weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber für die klügsten Köpfe ist.“


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