Erlös der „Sterntaler-Sammlung“ Osnabrücker Apotheker spendet für Wohnungslose

Von Luisa Kiskemper

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Spendenübergabe an die Sozialen Dienste SKM: (von links) Franz-Josef Schwack, Apotheker Jens-Henrik Pott und Thomas Kater. Foto: Jörn MartensSpendenübergabe an die Sozialen Dienste SKM: (von links) Franz-Josef Schwack, Apotheker Jens-Henrik Pott und Thomas Kater. Foto: Jörn Martens

lki Osnabrück. Unterstützung für die Wohnungslosen: Die Aktiven der Sozialen Dienste SKM freuen sich über eine vierstellige Summe: Bei der „Sterntaler-Sammlung“ in der Hasterberg-Apotheke, der Mönkemarkt-Apotheke und der Stern-Apotheke ist im vergangenen Jahr mit 7300 Euro so viel Geld gespendet worden, wie noch nie zuvor.

Schon zum 13. Mal überreichte Jens-Henrik Pott, Eigentümer der drei Apotheken, einen Spendenscheck an die Sozialen Dienste SKM. In der jährlichen „Sterntaler-Sammlung“ erhalten Kunden ab einem Einkaufswert von 10 Euro einen Taler. Diesen können sie für Prämien eintauschen oder als Spende abgeben. Für jeden so gesammelten Taler legte der Apotheker etwa einen Euro in die Spendenkasse. So kamen 7138 Euro zusammen. Den Rest stockte Pott als Privatperson auf.

Hilfe für Obdachlose

„Die Sterntaler-Sammlung ist viel mehr als eine Tradition“, betont der Vorsitzende der SKM Franz-Josef Schwack. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung“, es sei jedes Jahr mehr gespendet geworden. Zu den Sozialen Diensten SKM gehören die Wohnungslosenhilfe in Osnabrück sowie die Osnabrücker Straßenzeitung „abseits“ und viele weitere soziale Projekte für obdachlose Menschen.

„Ein eigenes Zuhause zu haben, ist ebenso wie Essen ein Grundbedürfnis“, erzählt Pott. Gerade zu der kalten Jahreszeit denke er besonders oft an die Obdachlosen Osnabrücks. Außerdem sei durch die gute Nachbarschaft zwischen der Stern-Apotheke und den Sozialen Diensten SKM, der Anreiz für die Spende entstanden. Dies kommt der Arbeit der SKM sehr zugute, wie der Fachdienstleiter der Tageswohnungen Thomas Kater erklärt: „Wir möchten den Menschen, die zu uns kommen, ihre Würde erhalten, deshalb kostet bei uns das Frühstück und das Mittagessen eine Kleinigkeit.“ Die Leute sollen nicht das Gefühl bekommen, Almosen zu erhalten. So kostet ein Frühstück 1,25 Euro und das Mittagessen 1,75 Euro. Damit seien die Ausgaben für das Essen aber keineswegs gedeckt. „Genau hier kann durch eine Spende die Differenz getragen werden“, erläutert Kater.

Kater betont, dass die Spende aber nicht nur eine finanzielle Unterstützung sei, sondern auch eine Wertschätzung der Arbeit der Sozialen Dienste SKM.


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