6. Osnabrücker Fahrradmesse Bambus, E-Bikes und lange Touren auf zwei Rädern

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Osnabrück. Einen Überblick über die Innovationen und Neuheiten der Fahrradbranche konnten sich am Sonntag Zweiradfreunde bei der sechsten Osnabrücker Fahrradmesse verschaffen. Neue E-Bikes, Lastenfahrräder oder auch Drahtesel aus Bambus machten vielen Besuchern Lust auf die kommende Zweiradsaison.

Alles rund ums Rad – das ist die Idee der Osnabrücker Fahrradmesse. Am Sonntag waren wieder Fahrradhändler aus der Region, Hersteller und Touristikanbieter im Autohaus Härtel zusammengekommen, um passend zur beginnenden Fahrradsaison die neuesten Modelle und Innovationen zu präsentieren. Räder für den Alltag, für die Kleinsten, für Radtouren und Reisen, Lastenräder oder auch Fahrradträume aus Carbon im Wert eines Autos hatten die Händler mitgebracht. Schon zur Eröffnung waren viele Fahrradfahrer gekommen, um sich einen Überblick über die Neuheiten zu verschaffen.

Elektroräder beliebt

In einem Punkt ist die Fahrradbranche schon deutlich weiter als das Automobil: der Elektroantrieb ist schon seit einigen Jahren der größte Wachstumsbereich. Mit jedem Jahr werden die Motoren effizienter, die Steuerung intuitiver und nun auch die Akkus leistungsfähiger. Neue Technologien erlauben nicht nur längere Fahrzeiten, sondern auch schnelle und einfachere Ladung. Auf der Fahrradmesse zeigten die Händler die neuesten Modelle mit den entsprechenden Systemen.

Fahrräder aus Bambus

Einen ganz anderen Weg geht die Firma „my boo“ aus Afrika. Dort werden Fahrräder aus einem äußerst traditionellen Werkstoff hergestellt. Holz war in den Anfangstagen des Fahrrads das übliche Material, jetzt kommt es wieder. Aus Bambus gebaut, haltbar und sogar mit Scheibenbremsen bestückbar geht diese Marke einen neuen Weg. Ökologisch interessant und vor Ort in Ghana nachhaltig und sozial produziert waren die Räder auch im Autohaus ein Hingucker.

Fahrradgaragen aus Aluminium

Zu den neuesten Ideen, den Fabriken der Fahrradindustrie gab es auf der Fahrradmesse auch interessantes rund um das Rad. Aus Berlin kommen beispielsweise Fahrradgaragen aus Aluminium. Einfach aufgebaut entstehen schnell und einfach sichere Aufbewahrungsorte, selbst wenn es keine Garage gibt.

Radreisen: Feste Routen oder individuell zusammengestellt

Einer von vielen Gründen für die anhaltende Fahrradbegeisterung ist der ungebrochene Trend zu Radreisen. Entsprechend groß war das Interesse an den Ständen, die Urlaub auf und mit dem Rad anbieten. Touristiker stellten dabei nicht nur ihre Regionen vor. Sie zeigten auch, wie man Land und Leute mit dem Fahrrad erleben kann. Die Möglichkeiten sind vielfältig. In vielen Gegenden haben sich in den letzten Jahren ausgebaute Radwegenetze entwickelt, die jetzt auch intensiv beworben werden. So haben sich beispielsweise Gemeinden in Nordschleswig-Holstein unter Label „Grünes Binnenland“ zusammengetan. Radreisen können dort individuell für Radler und E-Biker gebucht werden oder auch als feste Reiseroute zu speziellen Themen geplant werden.

Gravel-Bikes: Robust und leicht

Einen Schritt weiter gehen Radwanderer. Sie beladen ihr Rad und fahren Mehrtagestouren auf den Langstreckenwegen durch Europa und die Welt. Die gleichermaßen robusten wie leicht laufenden Räder, die für diese Touren entwickelt wurden, finden jetzt als Gravel-Bikes den Weg in den Alltag. Auf der Osnabrücker Fahrradmesse waren einige Varianten dieser geländegängigen Rennräder zu sehen.

Lust auf Radreisen

Lange Strecken hatten auch einige Redner in den Beinen. Egal ob Rieslingtour, Elberadweg oder mit dem Liegerad von Nordhorn nach Jerusalem – in Wort und Bild machten sie Lust auf Radreisen. Dabei verlassen sich nicht nur erfahrene Radreisende immer mehr auf Unterstützung aus dem Weltall. GPS-Navigation ist mittlerweile auch für Fahrradfahrer Alltag. Auf der Fahrradmesse zeigten die ADFC-Experten aber nicht nur, wie man mit einem speziellen Navigationsgerät ans Ziel findet. Für viele Touren reicht heute ein aktuelles Smartphone und eine gute App vollkommen aus.

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