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04.03.2018, 16:08 Uhr zuletzt aktualisiert vor KOMMENTAR

Die Osnabrücker Tafel handelt vorbildlich

Kommentar von Jean-Charles Fays

Mohammed Alshaikh freut sich über die freundliche Bedienung bei der Osnabrücker Tafel. Hier werden Deutsche und Ausländer gleich behandelt. Foto: Michael GründelMohammed Alshaikh freut sich über die freundliche Bedienung bei der Osnabrücker Tafel. Hier werden Deutsche und Ausländer gleich behandelt. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Die Osnabrücker Tafel geht vorbildlich mit den Bedürftigen um und differenziert bei der Lebensmittelausgabe nicht wie die Essener Tafel nach Herkunft. Ein Kommentar.

Allerdings gibt es in unserer Region auch keinen Anlass, neue Aufnahmekriterien wie in Essen einzuführen. Schließlich sind für die Ausgabestellen der Tafel in der Region ausreichend Lebensmittel für alle Bedürftigen vorhanden.

Aus diesem Grund gibt es hier auch noch keinen Verteilungskampf wie bei der Essener Tafel. Die neuen Aufnahmekriterien in der größten Ruhrgebietsstadt sollten als Warnung verstanden werden, wie weit es kommen kann, wenn die Politik das Armutsproblem nicht in den Griff bekommt.

Bedenklich ist aber, dass trotz des Aufschwungs und des Job-Booms in unserer Region weiterhin 3000 Bedürftige pro Woche auf die gemeinnützige Osnabrücker Einrichtung angewiesen sind, um über die Runden zu kommen. Das zeigt, dass Wirtschaft und Politik in Stadt und Landkreis Osnabrück sich noch stärker engagieren müssen, um die Armut zu bekämpfen.


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