Zuerst raus, dann Sieger „United Gürtler & Friends“ gewinnen Eisstockschießen im Osnabrücker Zoo

Von Julia Schächtele


Osnabrück. Das Eisstockschießen im Zoo erreichte am Samstagabend seinen Höhepunkt: Elf der ursprünglichen 56 Teams spielten am Finalabend um den Löwen-Ice-Cup.

Zwischen Seelöwengebrüll und Helene Fischer warfen die Teams die blauen und roten Eisstöcke in Richtung der Daube. Nach einer ausgedehnten Gruppenrunde wurde es am Ende des Abends noch einmal richtig spannend: Das Spiel um Platz drei konnte nach den üblichen drei Runden nicht entschieden werden und ging in die Verlängerung. Mit dem letzten Wurf schossen die „Hüggelväter“ die gut platzierten Eisstöcke der „Affglitscht“ aus dem End und entschieden so die Partie für sich.

Auch das Finale war in vielerlei Hinsicht ein besonderes Spiel: Die Begegnung zwischen den „Würstchen vom Grill“ und „United Gürtler & Friends“ war nicht nur die letzte des Abends, sondern auch die erste gewesen – beide Teams waren in der Vorrunde des Finalabends schon einmal gegeneinander angetreten. Die jeweils sechsköpfigen Teams lieferten sich ein knappes Rennen – in beiden Spielen. „United Gürtler & Friends“ gewannen beide Partien jeweils mit nur einem Punkt Vorsprung und sicherten sich den Turniersieg.

Nachgerückt

Für die Gruppe aus Familienmitgliedern und Freunden kam nicht nur der Sieg, sondern der gesamte Spieltag überraschend: Sie waren in der vorigen Woche im Halbfinale ausgeschieden, am Finalabend nahmen sie nur teil, weil ein anderes Team kurzfristig abgesagt hatte. „Gestern wussten wir noch gar nicht, dass wir heute spielen“, sagte Spieler Olaf Greve. Ein schlechtes Gewissen haben „United Gürtler & Friends“ deswegen nicht, ihr Ausscheiden im Halbfinale fanden sie ohnehin sehr unglücklich.

Spaß im Vordergrund

„Ein wenig Glück ist eben auch dabei“ sagte auch Kerstin Günther von den „Hell-lila Flanellläppchen“ noch zu Beginn des Abends. Den meisten Spielern ging es ohnehin nicht um den Sieg: „Wir sind zum Spaß dabei“, erklärte auch Johanna Egger, die mit ihrem Team den zweiten Platz belegte. Eine Mischung aus Neugierde und Interesse führte die meisten Teams zum Eisstockschießen, Erfahrung mit dem Spiel hatten nur wenige.

Auch für den Zoo ist Eisstockschießen neu, es war das erste Turnier. Der Zoo veranstaltete es in Kooperation mit der Veranstaltungsagentur „alles bestens“. Agenturchef Christian Schäfer und sein Team hatten bereits mehrere Eisstockschießen veranstaltet und sorgten mit Moderator und Schiedsrichtern für Infos, Regeln und Unterhaltung. „Die Veranstaltung wird es im nächsten Jahr wieder geben“, versprach Christian Schäfer. Mit 56 Teams war die Beteiligung gut, wie Schäfer sagte. Die Mannschaften waren bunt gemischt. Es spielten am Finalabend Teams aus Arbeitskollegen, Familien, Freunden oder Vereinen gegeneinander.

Nicht ohne Grund heißt das Turnier „Löwen-Ice-Cup“: Den Reinerlös nutzt der Zoo für den Umbau der Löwen-Anlage. Die Besucher und Spieler konnten während des Turniers an Führungen durch den Zoo teilnehmen, die Eisfläche zum Eisstockschießen befindet sich mitten im Zoo. Sie ist Teil des „Winterzaubers“. Noch bis Ende der Woche können Besucher am Wochenende Schlittschuhlaufen, Karussell fahren oder sich auf die nächste Runde Eisstockschießen vorbereiten.