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04.03.2018, 06:30 Uhr HILFSPROJEKT BRAUCHT SICHERHEIT

Osnabrücker Kleiderlager muss unabhängig werden

Kommentar von Sebastian Stricker

Im Osnabrücker Kleiderlager finden sich gut erhaltene, gebrauchte Anziehsachen und Schuhe in gängigen Größen. Bedürftige mit Berechtigungsschein dürfen sich hier kostenlos eindecken. Foto: Gert WestdörpIm Osnabrücker Kleiderlager finden sich gut erhaltene, gebrauchte Anziehsachen und Schuhe in gängigen Größen. Bedürftige mit Berechtigungsschein dürfen sich hier kostenlos eindecken. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück.  Erst der Schock über das drohende Aus, dann quälende Ungewissheit und Zukunftsangst, zum Schluss pure Erleichterung: Der dringende Hilferuf des Osnabrücker Kleiderlagers wurde erhört.

Dank Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat das größte Freiwilligenprojekt zur kostenlosen Einkleidung von Bedürftigen in Osnabrück kurzfristig eine neue Bleibe gefunden – und kann damit fürs Erste weitermachen.

Doch die Ehrenamtlichen wissen: Auch der Standort im Landwehrviertel ist nur eine Übergangslösung. Wollen sie also 2020 nicht vor demselben akuten Problem stehen wie jetzt beim notgedrungenen Holterdipolter-Auszug aus der Melanchthonkirche, müssen die Verantwortlichen rechtzeitig Ausschau halten nach einem Ort, der langfristiges Engagement zum Wohle der Ärmsten ermöglicht. Und das Kleiderlager zugleich auf eine solide finanzielle Basis stellen, die es unabhängig macht von Geldgebern und Gönnern – so willkommen deren Unterstützung auch immer sein mag.


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