VDI und VDE ehren Topnachwuchs Viermal Eins mit Sternchen

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Ausgezeichnete Leistungen vollbrachten in ihren Abschlussarbeiten die Jung-Akademiker Maik Flaßkamp, Daniel Meyer, Inka Charlott Meyer und Ulf Martin Uthoff (vorne von links). Mit den Geehrten freuten sich die Professoren Eberhard Wißerodt, Ulrich Krupp und Hans-Jürgen Pfisterer im Museum Industriekultur. Foto: Hermann PentermannAusgezeichnete Leistungen vollbrachten in ihren Abschlussarbeiten die Jung-Akademiker Maik Flaßkamp, Daniel Meyer, Inka Charlott Meyer und Ulf Martin Uthoff (vorne von links). Mit den Geehrten freuten sich die Professoren Eberhard Wißerodt, Ulrich Krupp und Hans-Jürgen Pfisterer im Museum Industriekultur. Foto: Hermann Pentermann

mey Osnabrück. VDI und VDE sind namhafte Organisationen von Ingenieuren und Technikern. Zu den wichtigsten regionalen Veranstaltungen von VDI und VDE gehört die Prämierung herausragender akademischer Nachwuchsleistungen.

Vier frischgebackenen Absolventen der Hochschule Osnabrück wurde diese Ehrung jetzt zuteil: Inka Charlott Meyer, Daniel Meyer, Maik Flaßkamp und Ulf Martin Uthoff. Die drei Erstgenannten verfügen über einen Master- und der vierte im Bunde über einen Bachelorabschluss. Im Beisein von Professoren, Unternehmensvertretern, Angehörigen und Freunden nahmen sie ihre Auszeichnungen im Museum Industriekultur entgegen.

 

Mit „sehr gut“ seien alle Abschlussarbeiten der vier Geehrten benotet worden, sagte der Vorsitzende des VDI Bezirksvereins Osnabrück-Emsland, Eberhard Wißerodt, zugleich Professor an der Hochschule. Doch das allein habe nicht den Ausschlag für die Prämierung gegeben. Die vier Jung-Akademiker hätten „besonderes Engagement“ gezeigt und zur ihrer Top-Benotung „noch ein bißchen was obendrauf“ gelegt.

„Die Welt dreht sich durch Sie zuverlässiger“

 

Doch wofür wurden die vier jungen Hochschulabsolventen geehrt? Hier nur ein einziges Thema wortwörtlich widerzugeben, würde den meisten Lesern nichts sagen. Daher nachfolgend Versuche der Umschreibung.

 

Inka Charlott Meyer: In ihrer Masterarbeit hat sie sich damit beschäftigt, wie Wälzlagerstahl (das ist Stahl, der in Kugellagern eingesetzt wird) langlebiger gemacht werden kann. Ihr Laudator war Alfred Weiß, Produktionsleiter für die Walzstraße bei der Georgsmarienhütte GmbH. Weiß brachte die Leistung der jungen Akademikerin wie folgt auf den Punkt: „Sie sorgt dafür, dass sich die Welt zuverlässiger dreht“. Inka Charlott Meyer wurde der dritte VDI-Förderpreis 2018 zuerkannt.

 

Daniel Meyer: Weder verwandt noch verschwägert mit seiner Ex-Kommilitonin ist der diesjährige Träger des ersten VDI-Förderpreises. Allerdings hat auch er seine Masterarbeit in Kooperation mit dem Stahlhersteller Georgsmarienhütte erstellt. Dabei ging es um die Simulation von Umformungsprozessen (etwa des Walzens). Dadurch könnten potenzielle Fehlerquellen am Computer erkannt und Verbesserungen bei der Stahlherstellung erzielt werden, erklärte Meyer auf Nachfrage unserer Redaktion.

Ersatzteile schneller verfügbar

 

Ulf Martin Uthoff: Praxiserfahrung für seine Bachelorarbeit in der Fachrichtung Maschinenbau sammelte der Träger des zweiten VDI-Förderpreises beim Technologie-Unternehmen Harting in Espelkamp. Dabei ging es um das Thema Additive Fertigung (Verfahren zu schnellen und günstigen Herstellung von Modellen, Mustern, Prototypen, Werkzeugen und Endprodukten), wobei 3D-Drucker eine wichtige Rolle spielen. Dies bietet zum Beispiel den Vorteil, dass Ersatzteile schnell Verfügung stehen können. Uthoff entwickelte bei Harting eine unternehmensspezifisches Aus- und Weiterbildungskonzept für die Additive Fertigung.

 

Maik Flaßkamp: Der Absolvent des Masterstudiengangs Automatisierungtechnik erhielt den diesjährigen VDE-Förderpreis. Beim Tiefkühltorten-Hersteller Coppenrath & Wiese hat er eine computergestützte Dokumentation für ein Produktionsnetz konzipiert und realisiert. Dabei werden nach Angaben des Preisträgers „möglichst automatisiert“ alle Daten „gesammelt, erfasst und bearbeitet“. 

 

Hans-Jürgen Pfisterer, stellvertretender Vorsitzender des VDE-Bezirksvereins Osnabrück-Emsland,  empfahl den Preisträgern, die Auszeichnungen ihren Bewerbungen beizulegen, denn sie können Ihnen „in vielen Jahren noch sehr von Nutzen sein „. Das gelte auch für die Besetzung von Professorenstellen, sagte der VDE-Vize, der selbst als Professor an der Osnabrücker Hochschule tätig ist.

 

 

 

 

 

 

 


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