Eröffnung am Samstag Start frei für das 35-Millionen-Sporthaus von L&T in Osnabrück

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Osnabrück. Die Welle rauscht nicht, sondern dröhnt durch die Etagen. Zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung des L&T-Sporthauses reiten oben die Surfer auf der Welle und tüfteln unten die Ingenieure an den Turbinen. Samstag um 10 Uhr öffnet L&T in Osnabrück „Europas modernstes Sporthaus“.

Marketingchef Bernhard Fischer rutschte es während einer Pressekonferenz am Donnerstagmittag heraus: „...das modernste Sporthaus der Welt“. Jahrzehntelang gehörte es zum Selbstverständnis des Familienunternehmens Lengermann und Trieschmann (L&T), mit Taten statt Worten zu überzeugen. Jetzt müssen die Worte den Taten angepasst werden: Das Sporthaus mit 5500 Quadratmeter Verkaufsfläche, der stehenden Hasewelle zwölf Meter unter dem Hase-Niveau, der Arena mit hundert Sitzplätzen und einem Fitnessstudio, das Training in dünner Luft wie auf 2500 Metern Höhe ermöglicht – mit diesem Angebot rücken L&T und Osnabrück auf zur Klasse der großen Metropolen. Die großen Sportartikelhersteller wie Puma oder Adidas behandeln Osnabrück nun „fast wie London, Paris, Tokio“, wie Geschäftsführer Thomas Ganter sagte. Sie liefern ausgewählte Artikel, die es sonst nur in den sogenannten „Key-Citys“ dieser Welt gibt.

Die ganze Bandbreite des Sports

Die Exklusivität ist nur die eine Seite. Die andere: „Wir wollen die ganze Bandbreite des Sports vom Breiten- bis zu Profisport abbilden“, sagt L&T-Chef Mark Rauschen. Er will die Investition als „unsere Antwort auf den Onlinehandel“ und als „klares Bekenntnis zum Standort Osnabrück“ verstanden wissen. „Wir bieten nicht mehr nur Einkaufsmöglichkeiten an, sondern sehen uns auch als Teil der Freizeitindustrie, wir sind Publikumsmagnet und Treffpunkt für die ganze Region.“

Vom Sporthaus werde die gesamte Innenstadt profitieren, so Rauschen: „Wir können unsere Rolle als Oberzentrum nur dann langfristig sichern, wenn wir es schaffen, auch Menschen aus weiter entfernten Orten nach Osnabrück zu locken.“ Es zeige sich schon, dass die stehende Welle weit über die Region hinaus ausstrahle, so Rauschen. „Die ersten Anmeldungen fürs Wellenreiten kamen aus Hannover.“

70 neue Arbeitsplätze

35 Millionen Euro hat das Familienunternehmen in das Projekt und die damit verbundenen Veränderungen investiert. 70 Arbeitsplätze sind im Sporthaus entstanden, damit beschäftigt L&T jetzt über 600 Menschen.

Die Dynamik des Sports soll sich auch in der Fassade widerspiegeln. Foto: Michael Gründel

Die Idee, das Modehaus zur Herrenteichsstraße zu erweitern, kam schon 2005 auf, als das Modehaus das frühere Wilhelmstift erwarb. Zuerst entstand das Parkhaus, dann verlagerte L&T die Logistik in den Fledder aus und nahm einen Neubau in Angriff, der eine „Komplexität hatte, wie wir es bislang nicht kannten“, sagte der für Immobilien zuständige Geschäftsführer Alexander Berger.

Die Hasewelle lief am Donnerstag auf Hochtouren, aber noch nicht ganz rund. Die sechs Turbinen erzeugen einen Grundton, der das Rauschen des Wassers übertönt. Die Ingenieure arbeiten daran. Bis zur Freigabe der Welle am Samstag um 10.30 Uhr mit Oberbürgermeister Wolfgang Griesert soll das Problem behoben sein.


Tickets für die Hasewelle können hier gebucht werden. Erwachsene zahlen für ein Einzelticket 34 Euro, Kinder 29 Euro. Das Ticket erlaubt die Nutzung der Hasewelle für eine Stunde. Surflehrer stehen bereit und geben Anleitungen. Auch Gruppen können die Anlage buchen. Exklusive Abendtermine etwa für Firmen bietet L&T für 799 Euro an.

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