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28.02.2018, 16:44 Uhr OSNABRÜCKER FLÜCHTLINGSHAUS

Behördendenken versus Ehrenamt

Kommentar von Sandra Dorn

Mucksmäschenstill ist es, wenn am Barenteich Unterricht stattfindet. Foto: Jörn MartensMucksmäschenstill ist es, wenn am Barenteich Unterricht stattfindet. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Engagement trifft auf Behördendenken: Da gibt es eine Gruppe hoch engagierter Ehrenamtlicher, die nichts weiter wollen, als Flüchtlingen Deutsch beibringen. Die meisten von ihnen sind als Lehramtsstudenten und pensionierte Lehrer dafür sogar qualifiziert.

Und auf der anderen Seite steht eine Landesaufnahmebehörde (LAB), die einem strikten Konzept folgt, in das diese Ehrenamtlichen offenbar nicht hineinpassen.

Die Leidtragenden sind die Flüchtlinge, die Deutsch lernen wollen. Das derzeitige Kursangebot der LAB reicht nur für einen Bruchteil der mehr als 500 Bewohner des Flüchtlingshauses aus. Die Ehrenamtlichen ärgern sich, dass ein vor Monaten eingerichteter Computerraum noch nie genutzt wurde und sie trotzdem draußen bleiben müssen. Das Vereinsheim, in dem sie 800 Meter entfernt noch Unterricht anbieten, platzt derweil an manchen Tagen aus allen Nähten. Es ist höchste Zeit, dass LAB und Diakonie eine Lösung finden.


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