Lachwellen mit Lokalkolorit Kleinkunsttrio mit Impro-Theater im Rosenhof Foyer

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Improvisationskünstler: Das Osnabrücker „Kleinkunsttrio“. Foto: privatImprovisationskünstler: Das Osnabrücker „Kleinkunsttrio“. Foto: privat

Osnabrück. Für einen so unterhaltsamen wie vergnüglichen Improvisationstheaterabend sorgte das Osnabrücker „Kleinkunsttrio“ im ausverkauften Rosenhof Foyer – und scheute sich dabei auch nicht vor lokalen Themen. 

Die Premiere kann als gelungen bezeichnet werden. Denn mit viel Charme, Wortwitz und stets passender Gestik und Mimik bespielten die drei jungen und unverbrauchten Improvisationskünstler das voll besetzte Forum. Dabei verwendeten sie zwar genreübliche Herangehensweisen, spielten die Publikumsideen aber besonders spontan und eigenwillig aus. Hannes, Lisa und Massimo verlangten vom Publikum Blumen, Tiere, Farben und Werkzeuge in Worten, aber auch ganze Sätze und reale Gegenstände, um mit ihnen als Utensilien „ohne Plan und ohne Skript“ fantasievoll die Vorgaben der Besucher in Szenen zu setzen. Nicht selten mussten sie dabei selbst lachen über das, was ihnen gerade eingefallen war. Aus zugerufenen positiven und negativen Gefühlen bastelten sie eine „Gefühlsachterbahn“ beim Banküberfall, beim Doppelkopfspiel bildeten die siamesischen Zwillinge aus alternierenden Worten Sätze nicht nur zum Vergnügen der auf dem Zahnarztstuhl sitzenden Patientin – und selbst den Tod gestalteten sie auf der Grundlage von eingebrachten Berufen, Todesarten und –orten äußerst amüsant und kreativ.

Neue Freunde und neues Format

Als es um eine Freizeitaktivität gehen sollte und dem Publikum „Surfen“ einfiel, nutzte das Kleinkunsttrio die Gelegenheit, sich über die geplante „Welle“ eines örtlichen Kaufhauses lustig zu machen. So fragte „Frau Westerberg“ das verkaufstüchtige „L+T-Weibchen“, ob die neue Attraktion denn auch mit „Apollinaris“ betrieben werde und der verirrte proletarische Nacktsurfer, ob es dafür auch Getränkemarken gebe. Neben den zahlreichen Lachwellen sorgte die zu Beginn aus dem Publikum auserkorene „Wellenbeauftragte“ Natascha für gelegentliche La-Olas und der Keyboarder, der die einzelnen Szenen musikalisch unterlegte, war am Ende besonders bei der spontan komponierten und buchstäblich zusammengereimten Hymne auf Freunde gefragt – als etwas, was das Leben besonders lebenswert macht. Das Kleinkunsttrio dürfte mit diesem überzeugenden Auftritt so einige hinzugewonnen haben - so wie das Rosenhof Foyer ein neues Format.


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