Bühne frei für Schüler-Kleinkunst Projekt „Lebe Deinen Traum“ der Bertha-von-Suttner-Realschule

Von Ullrich Schellhaas


Osnabrück. Mit der Frage „Was ist Dein Traum?“ beschäftigen sich aktuell rund 80 Schüler der zehnten Klassen der Bertha-von-Suttner-Realschule Osnabrück. Das ist der leichte Teil der Projektwoche „Lebe Deinen Traum“. Denn im nächsten Schritt gilt es, eben diesen Traum mit verschiedenen Formen der Kleinkunst auf die Bühne zu bringen. Am Donnerstag, 1. März 2018, um 20 Uhr stellen die Schüler ihre Arbeit im Haus der Jugend vor.

„Stell Dir doch mal vor, wie Deine Kindheit ganz schrecklich gewesen wäre“, sagt Improtheater-Leiter Clemens Nietfeld zu seiner Projektgruppe. Also rutscht ein junger Mann wie ein Kleinkind mit den Knien auf dem Boden und versucht, seine gestresste alleinerziehende Mutter vom Herd abzulenken und ihre Aufmerksamkeit auf das Bild zu lenken, das er gemalt hat. Der Versuch scheitert. In der anschließend alternativ improvisierten Szene erhält das Kind dagegen Lob und Aufmerksamkeit von seinen gemeinsam lebenden Eltern.

Es sind durchaus ernste Themen, mit denen sich die 80 Schüler in der von Hedwig Middendorf-Greife initiierten Projektwoche beschäftigen. Die Seminarleiterin des Studienseminars für Grund-, Haupt- und Realschule der Universität Osnabrück und Sportlehrerin an der Bertha-von-Suttner-Realschule leitet das Seminar gemeinsam mit dem Pantomimen Manfred Pomorin zum wiederholten Mal. Es fand schon an mehreren verschiedenen Schulen statt.

Außerdem dabei sind Künstler aus den Sparten Gesang, Tanz, Video und Percussion. Eine weitere Schülergruppe gestaltet das wandlungsfähige Bühnenbild und verschiedene Anregungen zum Thema, die die Besucher zum Nachdenken bringen werden.

Mit Löffeln auf Eimern

Während die Schlaginstrumente-Spieler seit zwei Tagen mit Löffeln auf weißen Eimern trommeln, was sich beim geplanten Schwarzlicht-Auftritt nicht nur toll anhören, sondern auch gut aussehen wird, probt die Gesangsgruppe „Heal the World“ von Michael Jackson mit verschiedenen Solo-Parts, und die Tanzgruppe fegt zu „Survivor“ von Destiny’s Child zu einer durchaus als anspruchsvoll zu bezeichnenden Choreografie über das Parkett. Derweil proben die Pantomimen einen Einbruch, der ihren Traum von Reichtum verwirklichen soll, und die Video-Künstler diskutieren die Spezialeffekte für ein von Geisterhand spielendes Klavier.

Die Pantomime-Gruppe mit Manfred Pomorin. Foto: Swaantje Hehmann

„Der Kleinkunst-Abend im Haus der Jugend wird also bunt“, versprechen die Organisatoren, die davon ausgehen, dass das Programm schlussendlich rund eineinhalb Stunden dauern wird. Dass sie das Projekt durchführen können, verdanken sie der Finanzierung durch die Felicitas-und-Werner-Egerland-Stiftung, die in ihrer Förderphilosophie besonderen Wert darauf legt, dass Jugendlichen der Zugang zu Kunst, Kultur und Wissenschaft ermöglicht wird.