Im Zeichen der Finanzen Kirchenkreistag beschließt den Haushalt für 2018

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Osnabrück. Neben Personalien nehmen die Finanzen den meisten Raum auf der Tagesordnung der 15. Sitzung des Kirchenkreistags Osnabrück im Gemeindesaal der St. Marienkirche ein. Rund 80 Prozent des Finanzvolumens von knapp 26 Millionen Euro betreffen dabei die Kindertagesstätten der evangelischen Gemeinden.

„Was wir einnehmen geben wir auch wieder aus“, betont Holger Steininger vom Kirchenamt, der den Haushaltsplan 2018 den 56 anwesenden Delegierten der Gemeinden aus Belm, Hasbergen, Wallenhorst und Osnabrück vorstellt. Neben den Kindertagesstätten gibt das Kirchenamt das Geld überwiegend für Personalkosten aus. Der Posten macht 2,2 Millionen Euro aus. 752 000 Euro sind für Sachkosten vorgesehen, die Bauinstandhaltung ist mit rund 500 000 Euro veranlagt. 92 000 Euro fließen in die kirchlichen Beratungsstellen, 73 000 Euro sind für die Arbeit mit Flüchtlingen vorgesehen.

Unmut

Für Unmut bei einem kleinen Teil der Delegierten sorgt aber nur ein Punkt aus dem Bereich Kindertagesstätten: „Wieso“, so richten sie ihre Fragen an Robert Gehrmann, den betriebswirtschaftlichen Leiter der Kindertagesstätten, „erhält denn die Finanzverwaltung mehr Geld, obwohl immer mehr Verwaltungsaufgaben an die Tagesstätten ausgelagert werden?“ Gehrmann begründet dies damit, dass es Sinn mache, dass die Anlage eines Vorgangs da stattfinde, wo er beginne. Und dass die allgemeine Verwaltung mehr Geld erhalte, beruhe lediglich auf einer Änderung der Bemessungsgrundlage. „Ich verstehe Ihre Kritik“, sagt Gehrmann, „teile sie aber nicht.“

Finanzplan genehmigt

Schlussendlich genehmigt der Kirchenkreistag den Finanzplan aber mit sieben Enthaltungen. Das sind ein paar Enthaltungen mehr als etwa bei der Änderung der Finanzsatzung, die festschreibt, dass zukünftig etwa zwei Drittel der landeskirchlichen Zuwendung für Kindertagesstätten für die Betriebskosten aufgewendet werden müssen, während ein Drittel zur Schärfung des Profils des Trägers verwendet werden kann.

Neue Mitarbeiter

Zudem stellen sich dem Kirchenkreistag neue Mitarbeiter des Kirchenamts vor. Monika Willer ist die Gleichstellungsbeauftragte, die schon im Sommer 2017 bestellt wurde und seit Februar 2018 einen Büroplatz im Kirchenamt hat. Sie sitzt an der Iburger Straße im Haus des Inklusionsbeauftragten. Annette Urban-Engels ist die neue Fundraiserin des Kirchenkreises. Sie ist seit dem 1. Januar 2018 im Kirchenamt tätig.

Jugendarbeit im Kirchenkreis

Einen Überblick über die Jugendarbeit im Kirchenkreis gibt Jugendwart Kim Hadim. Neben Schilderung der verschiedenen Aktionen verweist er vor allem auf den großen Erfolg der Aktion „Gottesdienst an ungewöhnlichen Orten“, der landesweit auf Interesse stößt und auch von anderen Kirchenkreisen aufgenommen werden soll. Ein Rückblick auf die etwa 150 Veranstaltungen zum Reformationsjahr rundet die dreistündige Sitzung des Kirchenkreistags ab.


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