Im ehemaligen Koch-Haus Klinikum-Akademie zum dritten Mal in drei Jahren umgezogen

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Osnabrück. Die Akademie des Klinikums Osnabrück ist zum dritten Mal in drei Jahren umgezogen. Und auch das derzeitige Quartier im Haus des früheren Großhandels Koch am Huxmühlenbach soll nur 14 Monate der Ausbildung dienen. Dann soll ein Neubau am Finkenhügel fertig sein.

Als das Improvisationstheater „Ratz-Fatz“ am Freitag während einer kleinen Feierstunde die Schülerinnen und Schüler animierte, ihre Wünsche in den Raum zu rufen, kam zum Vorschein, dass die frühere Gewerbeimmobilie nur ein Provisorium ist: Heizung, warme Toiletten, Stille, mehr Mikrowellen, Wlan, Stadt, Essen, Trainingslabor – das alles fehlt den knapp 400 jungen Menschen, die in der Klinikum-Akademie für ihren künftigen, medizinischen Beruf lernen. Aber es gibt Hoffnung: In kommenden Jahr soll direkt am Klinikum eine neue Akademie gebaut werden.

Strategische Bedeutung der Akademie

Fritz Brickwedde, Vorsitzender des Aufsichtsrates, bekräftigte ebenso wie Klinikum-Geschäftsführer Alexander Lottis die Absicht der Stadt, die Akademie zum Gesundheitscampus auf dem Finkenhügel zu holen. „Das Wichtigste für die Zukunft sind die Köpfe“, sagte Fritz Brickwedde. Das Klinikum brauche „hervorragend ausgebildete, kluge Köpfe“ und müsse sie an sich binden. Daher sei Akademie von „herausragender strategischer Bedeutung“ und werde entsprechend unterstützt.

Alexander Lottis gestand, dass er sich zu Anfang seiner Geschäftsführertätigkeit und auf dem Höhepunkt der wirtschaftlichen Krise des Klinikums durchaus die Frage gestellt habe: „Braucht man eine Akademie?“ Heute wisse er: Die Ausbildung von Fachkräften ist die beste Zukunftssicherung. Die Planungen für den Neubau mit einem Investitionsvolumen von etwa zehn Millionen Eure seien im vollen Gange. „Wir überlegen jetzt, ob wir zwei zusätzliche Stockwerke aufsatteln“, sagte Lottis.

Akademie-Leiterin Kerstin Moldenhauer dankte Lottis ausdrücklich für dessen Einsatz für die Akademie. Mit dem Umzug an den Huxmühlenbach sei ein Etappenziel erreicht. „Wir freuen uns ab er alle schon auf den nächsten Umzug.“

Dank an die Politik

Der Ärztliche Direktor Martin Engelhardt richtete seinen Blick auf die jüngste Vergangenheit. Das Klinikum sei auf gutem Weg, sich aus der dramatischen wirtschaftlichen Misere zu befreien. „Wir sind damit noch nicht fertig, das wird noch einige Jahre dauern“, so Engelhardt. Aber der Optimismus sei überall im Hause zu spüren. „Wir wollen an der Zukunft bauen, und das ganz besonders in der Akademie.“ Engelhardt dankte ausdrücklich den Kommunalpolitikern, die sich zur kommunalen Trägerschaft bekannt und entschlossen gehandelt hätten – „für die Bürger unserer Stadt und nicht für einen renditegesteuerten Konzern“.

Dritter Umzug in kurzer Zeit

Bis 2015 hatte die Akademie ihren Standort im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus am Natruper Holz. Als das zum Flüchtlingshaus umgewandelt wurde, zog die Bildungseinrichtung in die ehemalige Commerzbank an der Möserstraße. Weil die Bedingungen dort nicht mehr passten, wechselte die Akademie zum 1. Januar in die alte Koch-Immobilie im Fledder. Spätestens 2019 soll der Neubau am Finkenhügel fertig sein.

Die Akademie bietet zurzeit 360 Ausbildungsplätze für Gesundheits- und Krankenpfleger, Hebamme/Entbindungspfleger, in der medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenz (MTLA), medizinisch-technischen Radiologieassistenz (MTRA) und operationstechnischen Assistenz (OTA).


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