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Investition von 80 Millionen Euro Osnabrücker VW-Werk baut neues Modell T-Roc-Cabrio

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dpa/hin Osnabrück/Wolfsburg. Neue Perspektiven für Volkswagen Osnabrück: Ein VW T-Roc-Cabriolet, das erste offene SUV des VW-Konzerns, soll ab 2020 in Osnabrück gebaut werden. Der Aufsichtsrat habe Investitionen von 80 Millionen Euro in den Standort bestätigt, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Mit dem Cabrio auf der Basis des T-Roc knüpfe VW an die „Cabriolet-Erfolgsgeschichte der Osnabrücker Mannschaft“ an und sichere dort Beschäftigung. „Das Werk Osnabrück hat damit eine gute Zukunftsperspektive“, sagte Markenchef Herbert Diess.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Mitglied des VW-Aufsichtsrates, sagte am Abend zu der Entscheidung: „Ich freue mich, dass der Aufsichtsrat der Volkswagen AG in seiner heutigen Sitzung bestätigt hat, dass in Osnabrück ab 2020 das Modell T-Roc Cabrio produziert wird. Osnabrück bekommt damit endlich seine lange erwartete eigene Modellreihe, die einen großen Beitrag dazu leisten wird, den Standort auszulasten und die dortigen Arbeitsplätze zu sichern.“

Nach VW-Angaben tragen die Stadtgeländewagen entscheidend zum Wachstum der Marke bei, bis 2020 solle das SUV-Angebot auf 20 Modelle ausgeweitet werden. In Osnabrück sei ein Produktionsvolumen für das T-Roc-Cabriolet von jährlich bis zu 20 000 Wagen geplant. Der T-Roc gehört in Größe und Preis zur Golf-Klasse.

„Tolle Nachricht für die Region“

Stephan Soldanski, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Osnabrück, sprach von einer „tollen Nachricht für die Region“. Der T-Roc sei ein „wichtiger Bestandteil“ zur Auslastung des Osnabrücker Werkes. „Aber wir brauchen noch mehrere Modelle.“ Mit der geplanten Stückzahl von 20 000 Fahrzeugen pro Jahr ist der Autobauer im Stadtteil Fledder nicht ausgelastet. Zur Zeit wird hier der VW Tiguan der ersten Generation montiert, vor allem für den amerikanischen Markt. Diese Produktion wird sukzessive auslaufen. Daneben wird der Porsche Cayman gefertigt, außerdem übernimmt VW Osnabrück in Teilen die Lackierung des Skoda Fabia.

Soldanski setzt große Hoffnungen auf das SUV-Cabrio. „Der T-Roc ist richtungweisend, weil er zur Cabrio-Geschichte an diesem Standort passt und Osnabrück endlich wieder ein eigenes Modell bekommt.“ Der Anstoß, einen kompakten Geländewagen als Cabrio auf den Markt zu bringen, sei aus Osnabrück gekommen, sagte Soldanski. „Das zeigt: Wir fordern nicht nur, wir liefern auch Lösungen.“

Über 2300 Menschen arbeiten in dem Werk im Stadtteil Fledder. Volkswagen hatte es nach der Insolvenz des Cabrio-Spezialisten Karmann übernommen.


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