Unglaubliches und Abstruses Pawel Popolski am Mittwoch in der Osnabrück-Halle

Von Thomas Wübker

Wundersame Dinge wird Pawel Popolski bei seiner Wohnzimmershow am Mittwoch in Osnabrück erzählen. Foto: Stephan PickWundersame Dinge wird Pawel Popolski bei seiner Wohnzimmershow am Mittwoch in Osnabrück erzählen. Foto: Stephan Pick

Osnabrück. Pawel Popolski ist ein Mann mit vielen Gesichtern. Am Mittwoch, 28. Februar, präsentiert er in der Osnabrückhalle unglaubliche alternative Fakten über das Musik-Geschäft. Dann lädt er zu seiner ekstatischen Wohnzimmershow „Außer der Rand und der Band“.

Pawel Popolski ist Schlagzeuger, Gründer und Ideengeber der Popolski Show. Die imaginäre Familie hat mit ihrem pseudo-polnischen Habitus Unglaubliches über die moderne Musik und vor allem ihre Entstehung erzählt. So soll Opa Popolski um die Jahrhundertwende nicht weniger als 128000 Pop-Songs komponiert und etliche Genres erfunden haben, nachdem er 22 Gläser Wodka auf das Wohl der Jungfrau Maria getrunken hatte. Er ließ sie sich seine Lieder aber von einem windigen polnischen Gebrauchtwagenhändler stehlen. So profitierten Schlagersänger wie Howard Carpendale, Prince oder Modern Talking von den Ergüssen des Urvaters der Popolskis.

Pawel Popolski führt die Legendenbildung nun fort. So behauptet er, dass Michael Jackson aus Opas Lied von den billigen Cordhosen „Billie Jean“ gemacht hat. Er soll außerdem bei einem Gürkchenfrühstück mit einem Pfefferstreuer, zwei Paprikaschoten und einem gekochten Ei den Technobeat erfunden haben.

Unterstützung erhält Pawel Popolski von seiner Cousineczska Dorota. Sie ist im hautengen roten Kleid nicht nur ein Hingucker, sondern mit ihrer engelsgleichen Stimme auch ein Hinhörer. Und ums Zuhören geht es bei der Wohnzimmershow von Pawel Popolski vornehmlich. Er verhunzt und parodiert etliche Pop-Hits, die angeblich vom Opa stammen, und er versucht seine Zuschauer mit abstrusen Theorien aufs Glatteis zu führen. Er trägt ernsthaft vor, dass der Reggae auf der Polka basiert, weil er den gleichen Rhythmus nur mit halber Geschwindigkeit hat. Außerdem erzählt er vom uralten polnischen Volk der Mayek, die die größte Katastrophe der Pop-Geschichte vorhersahen: Dieter Bohlen. Nun, das ist leider wahr.

Hinter Pawel Popolski steckt Achim Hagemann, der einst als Sidekick von Hape Kerkeling den legendären „Hurz“-Sketch spielte.

Pawel Popolski, Osnabrückhalle, Osnabrück, Mi., 28. 2., 20 Uhr, Eintritt: 28,85 Euro, Tickets erhältlich in den Geschäftsstellen der Tageszeitung, www.deinticket.de oder unter Kartentelefon: 0541/349024.