Gaijin und Gonzo überall Dennis Gastmann liest in der Lagerhalle in Osnabrück

Von Thomas Wübker

Abenteurer: Dennis Gastmann liest aus seinem neuen Buch „Der vorletzte Samurai“ am Freitag in Osnabrück. Foto: Axel MartensAbenteurer: Dennis Gastmann liest aus seinem neuen Buch „Der vorletzte Samurai“ am Freitag in Osnabrück. Foto: Axel Martens

Osnabrück. Dennis Gastmann wurde 1978 in Osnabrück geboren. Aber wie das Hänschen im Kinderlied ging er in die weite Welt hinaus. Doch regelmäßig kommt er zurück in seine Geburtsstadt. Am Freitag, 2. März, ist er in der Lagerhalle und erzählt von seiner Reise nach Japan, wo er den vorletzten Samurai traf.

„Kann ein Gaijin ein Land verstehen, das er gar nicht verstehen kann? Wie sollte er, dachte ich. Aber er kann es lieben“, schreibt Dennis Gastmann in seinem brandneuen Buch „Der vorletzte Samurai“. Als „Gaijin“ werden in Japan Ausländer bezeichnet. Der Osnabrücker ist überall ein Gaijin. Doch er versteht es, die Neugierde und die Liebe zu den Ländern, die er besucht, auf Papier und auf Film zu bringen.

In der Internet-Enzyklopädie Wikipedia wird Gastmann als Schriftsteller, Abenteurer und Vertreter des Gonzo-Journalismus‘ bezeichnet. Für NDR-Sendungen wie „Extra 3“, „Zapp“ oder „Panoarama“ war er aber auch mit der Kamera unterwegs. Mit den Worten „Hallo, ich bin Dennis“ filmte und interviewte er scheinbar naiv und entwaffnend charmant Mitglieder des Ku Klux Klans, Nachfahren der Meuterer von der Bounty und an entlegenen Orten wie Akhzivland, Karakalpakstan oder R’as al-Chaima. Als Gonzo-Journalist begegnete er den Menschen und Landschaften mit einer subjektiven Sichtweise, die Gastmann Raum für Satire, subtile politische Kommentare oder eben auch Liebe lässt.

Die Liebe war es auch, die Gastmann nach Japan reisen ließ. Laut einem Bericht des Senders MDR unternahm er den Trip mit seiner Frau Natsumi als Honeymoon-Reise. Im Land der aufgehenden Sonne traf er die Verwandten seiner Gattin, die aus einer alten Samurai-Familie stammt. Sie sagte auch zu ihm: „Das Abenteuer ist Dein Job.“ So wird es in einem Interview wieder gegeben, das auf der Internetseite des Rowohlt-Verlags zu lesen ist ( https://www.rowohlt.de/news/vielleicht-ergibt-japan-keinen-sinn.html). In dem Interview erläutert Gastmann auch seine Liebe zu japanischen Toiletten, warum er den Titel seines neuen Buchs erst auf der vorletzten Seite erklärt und dass nicht alles einen Sinn ergeben muss.


Dennis Gastmann, Lagerhalle, Osnabrück, Fr., 2. 3., 20 Uhr, Eintritt: 15,20 Euro, Tickets erhältlich in den Geschäftsstellen der Tageszeitung, unter www.deinticket.de oder Kartentelefon: 0541/7607780 oder 338740.