Neue Gastronomie in der Georgstraße· Brörmanns „100 % hausgemacht“ eröffnet Montag in Osnabrück

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Osnabrück. Wenn kommende Woche Feinschmecker Brörmanns neue Lokalität „100% hausgemacht“ eröffnet, soll die Georgstraße in Osnabrück zu einem kulinarischen Anziehungspunkt in der Innenstadt werden.

Viel warme Luft wird es ab kommenden Montag in der Georgstraße geben, wenn Feinschmecker Brörmanns neue Lokalität „100% hausgemacht“ eröffnet wird. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: „Die Türen zur Straße werden offenstehen, um das Marktplatzfeeling unserer Tresen zu verstärken. Kalt werden wird unseren Kunden aber nicht, denn im Bereich der Türen wurde extra eine Luftschleieranlage eingebaut, die warme Luft von oben bläst“, erzählt Inhaber Stefan Brörmann.

Möbel mit Macken

Seitdem Ende vergangenen Jahres bekannt wurde, dass er der Nachfolger von Betten Kirchhoff werden wird, hat sich in dem Geschäft einiges getan: Brauntöne dominieren, die Lampen über den Tischen sind aus Eimern gebaut und an den Wänden finden sich Bilder, die schon bürgerliche Stuben und Schlafzimmer im frühen 20. Jahrhundert verziert haben.

Beim Innendesign hat sich Brörmann, Fan von antiken Möbeln und Accessoires – ausgetobt und ist sichtlich stolz: „Hier soll nicht alles nagelneu aussehen, sondern darf auch Macken haben und Charakter. Neu ist kalt, aber bei uns wird es gemütlich aussehen, ob man nun an einem Vierertisch Platz nimmt, sich in die Kuschelecke an der Treppe setzt oder auf eines der Sofas im Obergeschoss.“

80 Personen können auf den zwei Stockwerken Platz finden – zudem plant Brörmann noch mit 20 Plätzen in der Außengastronomie. „Seitdem die Hase wieder geöffnet wurde, hat sich diese Ecke sehr gemacht. Ansonsten hätte ich mich aber wohl auch nicht entschieden, dieses Geschäft zu eröffnen.“

Deftiges, Veganes und Teller aus Brot

Ab Montag soll es hier morgens nun Brötchen geben und ein Frühstücksbuffet im Obergeschoss, mittags – auch vegane – Suppen, Salate, dazu Frikadellen, Spanferkel und Rouladen, nachmittags Kuchen und „Kaffee satt“ und am Donnerstag zudem ein „Fingerfood-Buffet“ im Obergeschoss. „Bei uns ist alles hausgemacht“, verspricht Brörmann. Gewürzt werde mit Salz, Pfeffer und manchmal auch Paprika. Eines der Highlight seien die in einer Haster Bäckerei gebackenen Salat- und Suppenteller aus Brot, die nach dem Verzehr der Speisen ebenfalls gegessen werden können. „Sie schemecken gut und wir vermeiden Müll“, freut sich Brörmann.

Auf das Angebot an Heißgetränken ist Brörmann besonders stolz: „Neben den üblichen Kaffeeprodukten können unsere Kunden aus 100 Teesorten wählen – und dann entscheiden, ob sie Kuhmilch oder lieber Kokos-, Soja- oder Hafermilch dazu haben möchten.

Sonntags bleibt geschlossen

„100 % hausgemacht“ wird montags bis samstags von 9 bis 18 Uhr geöffnet sein, donnerstags auch bis 22 Uhr. „Sonntags haben wir geschlossen, denn einen Tag die Woche brauchen meine Mitarbeiter auch frei. Schließlich hängt der Erfolg unserer Geschäfte zu einem großen Anteil von ihrer Arbeit ab.“

„Wir sind zufrieden“, sagt Stefan Brörmann auf Nachfrage nach der wirtschaftlichen Lage von Feinschmecker Brörmann. Aktuell gibt es ihn in Haste, Schledehausen, Hasbergen und nun auch in Osnabrücks Georgstraße. Zudem soll im April eine weitere Filiale in Oesede eröffnen.

Die kleine Filiale in der neu konzipierten L&T-Markthalle werde in näherer Zukunft ebenfalls nicht aufgegeben, sagt Brörmann: „Wir haben einen Fünfjahresvertrag. Was danach kommt, werden wir sehen.“

Das war drin

Bis Ende 2017 war in diesem Haus in der Georgstraße eine Filiale von Betten Kirchhoff beheimatet. Diese hatte zuletzt einen Nachmieter gesucht, um sich auf den größeren Standort an der Hannoverschen Straße konzentrieren zu können.

Feinschmecker Brörmanns „100% hausgemacht“öffnet in der Georgstraße. Foto: Jörn Martens

Das im Jahr 1899 gegründete Familienunternehmen hatte das Ladenlokal in der Georgstraße im Jahr 1903 eröffnet. Doch der Verkauf von Großteilen wie Schlafsysteme und Bettgestelle in der Innenstadt sei zuletzt rückläufig gewesen, hatte Geschäftsführerin Christiane Kirchhoff-Billmann unserer Redaktion gesagt.


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