Bekleidungsgeschäft in der Hakenstraße Loco will Filiale schließen und sich auf Online-Handel konzentrieren

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Loco in der Osnabrücker Hakenstraße hat angekündigt, sein Ladengeschäft zu schließen. Foto: Corinna BerghahnLoco in der Osnabrücker Hakenstraße hat angekündigt, sein Ladengeschäft zu schließen. Foto: Corinna Berghahn

Osnabrück. Der Bekleidungshändler Loco in der Hakenstraße hat angekündigt, sein Osnabrücker Ladengeschäft zu schließen und sich auf den Onlinehandel zu konzentrieren.

Seit rund neun Jahren ist Loco in der Hakenstraße 20 ansässig, verkauft dort unter anderem Markenartikel zu Outletpreisen. Nun kündigt Geschäftsführer Cocaj Bekim an, das Geschäft zu schließen und sich auf den Onlinehandel zu konzentrieren.

Das Aus für das Ladengeschäft bedeute jedoch nicht das Ende von Loco: „Wir werden uns zukünftig auf den Onlinehandel konzentrieren. Seit vielen Jahren steigen hier die Umsätze unserer Waren, die wir über Portale wie eBay, Amazon oder unsere eigene Homepage verkaufen an, während die Gewinne im Laden immer geringer wurden. Die Kunden sind nicht weniger geworden, aber bequemer: Sie haben sich umorientiert.“

Die Loco-Filiale in der Cloppenburger Innenstadt, die Bekim betreibt, werde allerdings nicht schließen, denn dort laufe das Geschäft besser. Eine Mitschuld am Osnabrücker Umsatz gibt Bekim auch den Entscheidungen rund um den Neumarkt: „Wir sind auf Kunden aus dem Umland angewiesen und solange der Neumarkt geschlossen war, war die Frequenz wesentlich besser, weil mehr das Parkhaus am Nikolaiort genutzt haben. Jetzt ist er wieder offen, die Kunden parken wieder woanders und gehen nicht bei uns vorbei.“

Wie lange darf ein Räumungsverkauf sein?

Kündigen müsste er niemanden, da seine Angestellten in Zukunft in der Logistikzentrale des Betriebs in Pye eingesetzt werden. Wann genau geschlossen wird, ist allerdings noch nicht abzusehen, so Bekim auf Nachfrage unserer Redaktion: „Der Vermieter weiß Bescheid und wir schließen, wenn der Laden leer ist.“

Juristisch befindet sich Bekim damit auf sicherer Seite, denn durfte früher ein Räumungsverkauf bei einer Geschäftsaufgabe nicht länger als 24 Werktage dauern, gibt es diese Begrenzung heute nicht mehr. Allerdings dürfe keine neue Ware für die Filiale bestellt werden.

Das war drin

„Wir schließen, wenn der Laden leer ist“, sagt Geschäftsführer Cocaj Bekim. Foto: Corinna Berghahn

Bis März 2009 war an gleicher Stelle eine Filiale des Medienversandhändlers jpc-schallplatten aus GMHütte. Diese musste nach 20 Jahren schließen, weil sich das Ladengeschäft nicht mehr lohnte und die Kunden ins Internet abgewandert waren.


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