18-Jähriger bei RTL-Trampolin-Show „The Big Bounce“: „Fliegenklatsche“ haut Osnabrücker raus

Von Nadine Grunewald


Osnabrück. Aus dem spannenden Duell im ersten Parcours bei der RTL-Sendung „The Big Bounce – Die Trampolinshow“ ist der Osnabrücker Melvin Töpfer noch als Sieger hervorgegangen, im dritten Parcours ist der 18-Jährige dann aber an der sogenannten Fliegenklatsche gescheitert. Auch wenn es für das Finale nicht gereicht hat, möchte der Trampolinspringer diese Erfahrung nicht missen.

Es war ein spannendes Rennen, das sich Töpfer und sein Konkurrent Luca Zehren im Duell-Parcours der RTL-Show „The Big Bounce“, die am Freitagabend ausgestrahlt worden ist, lieferten. In der Show müssen die 400 Kandidaten mehrere Trampolin-Hindernisstrecken absolvieren. Dem Sieger winkt ein Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro.

Konkurrent bis zum Schluss vorne

Mit nur einer Sekunde Vorsprung gewann der Osnabrücker, der seit einiger Zeit beim TSV Wallenhorst Trampolin springt, den Duell-Parcours. Ohne Probesprung wurden Töpfer und Zehren an den Start geschickt. „Ich habe vorher nur gesehen, wie ein Stuntman durch den Parcours gesprungen ist. Aber das gab mir kein Gefühl für die Trampoline“, erzählt der 18-jährige Töpfer. Dann hieß es, den 76 Meter langen, mit zahlreichen Hindernissen gespickten Parcours so schnell wie möglich zu durchspringen. Am Anfang verschätzte sich der Osnabrücker an einem Hindernis, musste dieses wiederholen. Das kostete Zeit. Auf das sogenannte Sprungbrett machte er eine Bauchlandung. Töpfer gab alles, doch bis zur letzten Station lag sein Konkurrent immer vorne.

Dann kamen die „wackelnden Pilze“. Hier müssen die Teilnehmer von einem „Pilz“ auf den nächsten springen – bis zum Buzzer. Wer den Boden berührt, muss zurück zum Anfang dieser Station. „Das war eigentlich das Schwerste. Egal, wie viel Erfahrung man hat, man weiß nicht, wie die Pilze reagieren“, sagt der Osnabrücker. Als er an dieser Station ankam, war Zehren schon mitten im Parcours. „Mein Ziel war es, die erste Runde zu überstehen. Deshalb habe ich die Risikovariante gewählt und bin so gesprungen, dass ich nicht mit beiden Füßen, sondern immer abwechselnd mit einem Fuß auf einem Pilz gelandet bin.“ Das Risiko zahlte sich aus, der 18-Jährige zog in letzter Sekunde an seinem Konkurrenten vorbei und gewann. 37,15 Sekunden brauchte Töpfer für den Parcours.

Endstation „Fliegenklatsche“

Dann ging es für ihn in Runde zwei: Nachdem sich der Osnabrücker im zweiten Parcours erfolgreich eine Licht-Zahl-Farbkombination merkte und diese fehlerfrei durchsprang, ging es in den Hochparcours, in dem die Kandidaten mithilfe von Trampolinen riesige Hindernisse und große Entfernungen überwinden müssen. Die acht Teilnehmer aus jeder der fünf Shows, die diesen Parcours am schnellsten durchlaufen, schaffen den Sprung ins Finale. Für Töpfer jedoch war an der Fliegenklatsche Schluss: „Als ich oben stand, dachte ich, es ist alles gut. Aber als ich auf dem Trampolin aufgetroffen bin, war die Klatsche schon direkt vor mir, sodass ich runtergefallen bin.“ Dennoch ist der 18-Jährige froh über diese Erfahrung. „Ich konnte über meine Grenzen gehen“, sagt er.

Kontakt zum Konkurrenten

Wenn auch nicht die Show, so hat er immerhin einen neuen Freund gewonnen. Mit seinem Konkurrenten Zehren aus dem ersten Parcours steht Töpfer immer noch in Kontakt. „Wenn mein Abistress vorbei ist, würden wir gerne noch mal zusammen Trampolin springen gehen.“

Finale am 2. März

Bis zum Schluss lag Luca Zehren (rechts) vorne, doch Melvin Töpfer konnte ihn noch überholen. Foto: MG RTL D/Markus Hertrich

Am Freitag, 2. März, zeigt RTL dann das Finale. Zunächst müssen die Teilnehmer einzeln verschiedene Hindernisse durch- und überspringen. Die 16 schnellsten stehen sich dann im sogenannten Bounce Off in einem Duell gegenüber. Die zwei schnellsten kämpfen am letzten Hindernis, dem Big Bounce, um den Sieg. Dazu müssen sie an fast senkrechten Trampolinwänden über acht Meter nach oben springen.