Jugend forscht 2018 Osnabrücker Schüler projizieren Bilder auf eine Nebelwand

Von Frederik Tebbe

Ein visuelles Gimmick für die nächste Party – oder für die Werbung: Justus Rocho, Henri Wohlschläger und Torge Avermann (v.l.n.r.) projizieren für „Jugend forscht“ per Beamer Bilder auf eine Nebelwand  und haben dafür eine eigene Vorrichtung konstruiert. Foto: Michael GründelEin visuelles Gimmick für die nächste Party – oder für die Werbung: Justus Rocho, Henri Wohlschläger und Torge Avermann (v.l.n.r.) projizieren für „Jugend forscht“ per Beamer Bilder auf eine Nebelwand und haben dafür eine eigene Vorrichtung konstruiert. Foto: Michael Gründel

Osnabrück . Ein visuelles Gimmick für die nächste Party – oder für die Werbung: Drei Schüler des Ratsgymnasiums wollen für „Jugend forscht“ per Beamer Bilder auf eine Nebelwand projizieren und haben dafür eine eigene Vorrichtung konstruiert.

Justus Rocho, Torge Avermann und Henri Wohlschläger besuchen die zehnte Klasse des Ratsgymnasiums in Osnabrück. Für „Jugend forscht“ haben sie sich vorgenommen, „ein beliebiges Bild mit dem Beamer auf eine Wand aus Nebel zu projizieren.“ Diese Nebelwand soll entweder auf Partys oder für Werbezwecke einsetzbar sein. Eine elegante Idee, für deren Umsetzung die drei Nachwuchsforscher jedoch ein paar Hürden überwinden und im wahrsten Sinne des Wortes erfinderisch werden mussten.

Der perfekte Nebel

Zunächst galt es nämlich, den Nebel auch zu einem optimalen Trägermedium für das Bild des Beamers zu machen. Dazu suchte das Trio nach einem Weg, den Nebel so kontrolliert und stabil aufsteigen zu lassen, dass er das Motiv gut abbilden konnte. „Wir wollten ihn zuerst kühlen, damit er abfällt, statt aufzusteigen“, sagt Justus Rocho und holt eine mit Kühlakkus versehene Styroporbox hervor, die die drei extra dafür angefertigt haben. Der Gedanke war, ähnlich wie auf Konzertbühnen den Nebel so wabern zu lassen, dass das Bild darauf projiziert werden kann. Doch das funktionierte nicht richtig. Die Lösung fanden sie stattdessen in Form einer Kupferstange, die sie per Stativ an die Nebelmaschine anbrachten. Mit Abstand von einem Zentimeter bohrten sie dort Löcher hinein, aus denen der Nebel kontrolliert und dicht aufsteigt und das Bild damit seine perfekte Projektionsfläche findet. Um diesen Effekt noch kräftiger zu machen, verwenden sie ein spezielles Nebelfluid, das dichter als üblich ist aber auch schneller verpufft, damit der Raum nicht nach gewisser Zeit komplett vernebelt ist.

Als Beispiel verwenden die drei ein Bild eines Baumes, um das mögliche Farbenspektrum der Nebelwand zu zeigen. Darüber hinaus können sie darauf auch Videos projizieren. Nach dem Vorentscheid in Lingen am 22. und 23. Februar wollen sie die Vorrichtung für den Nebel noch vergrößern und ihn mit weiteren Maschinen von mehreren Seiten strömen lassen, um das Bild noch dichter zu machen. Im Anschluss möchten sie ihre Idee am liebsten auch auf einer Party ausprobieren – als Gimmick dafür war das Projekt schließlich vorrangig gedacht.


Alle „Jugend forscht“- und „Schüler experimentieren“-Projekte auf einen Blick:

BBS Haste: „Jugend forscht“: Cansu Aksoy und Jana Porath mit „Herstellung und Erprobung von Mulchplatten und Wurzeltöpfen aus heimischen nachwachsenden Rohstoffen“, Gerrit Book mit „Erprobung von CO2-neutralen Stoffen auf ihre Dämm- und Brandeigenschaften“, Oliver Langius und Loris Jansen mit „Anleitung zur Optimierung eines Feldversuchs dargestellt am Einsatz einer Mykorrhiza- und Bakterienbeize im Maisanbau“, Ida Hügelmeyer, Jan Christopher Niemann und Karl Grünebaum mit „Haltbaromat“.

Gymnasium Carolinum: „Jugend forscht“: Esther Dälken mit „Entwicklung eines Arduino basierten Quadrocopters“, Esther Wahlbrinck mit „Programm zur Auswertung eines Lichtspektrums“. „Schüler experimentieren“: Isabella Marie Empen, Cäcilia-Theresa Rawie und Mia-Sophie Tegeler mit „Die besten Wachstumsbedingungen für Pflanzen“, Charleen Kleine-Hartlage und Jo-Ann Bergholz (von der Thomas-Morus-Schule) mit „Wie hygienisch ist mein Frühstücksteller?“, Daria Fischer mit „Kann man aus einem Bruch die Periode vorhersagen?“, Moritz Molitor mit „Welcher Stoff eignet sich am besten zur Wärmeisolierung?“, Lukas Rabe mit „Berührungsloses Laden eines Elektroautos mittels Induktion“, Mareke Sophie Specker mit „Das Arduino gesteuerte Spektrometer“, Mariska Ramm und Thomas Lehrke mit „Dynamobetriebenes Licht als Sicherheitsmaßnahme für ein Skateboard“.

Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium: „Jugend forscht“: Carla Mücke, Michaela Holwitt und Michelle Dick mit „Gaschromatographische Untersuchung des Ausgasens von Heulage“, Sven Lohmann und Sebastian Holwitt mit „Vom n-Eck zum Kreis -Proportionalität zwischen Seitenlänge und Radius“. „Schüler experimentieren“: Ella Seibt, Charlotte Therese Castan und Maria Eveline Hulm mit „Nutella Zero“, Jette Giebler und Maike Walkowski mit „Vielseitige Kleidung“, Robin Winkelhage mit „Digitale Mama - weniger verplant im Schulalltag“, Lucas Kötter mit „Zufall oder Zusammenhang? Eine Untersuchung von Pi und anderen irrationalen Zahlen“, Lennart Schliehe mit „Sockensortiermaschine“.

Gymnasium „In der Wüste“: „Jugend forscht“: Laura Sophie Hansen und Pauline Bücker mit „Rund um den Wassergehalt in Lebensmitteln“, Yannis Vierkötter und Malte Busmann mit „Selbstgebaute Wetterstation mit integrierter Antenne“. „Schüler experimentieren“: Helena Saalfeld mit „Auto der Zukunft - umweltfreundlich und recycelt“, Lars und Erik Winkler mit „Die optimale Ballonhülle für einen Modell-Heißluftballon“, Celina Löwen, Jule Pappert und Marthe Hinrichs mit „Papier geht auch ohne Holz“, Emma Johanna Hansen und Katharina Hanneken mit „Unter welchen Bedingungen wachsen Tomaten am besten?“, Lara Davideit mit „Was essen Pflanzen?“, Niklas Kniefert mit „Was sieht das technische Auge wirklich?“, Jan Kniefert mit „Drohnenzustellung per Fallschirm“.

Ratsgymnasium: „Jugend forscht“: Liam Riechardt und Marvin Lange mit „Entwicklung und Anwendung einer Softwareumgebung zur Evaluation von Spielstrategien für ein vereinfachtes Mau-Mau“, Justus Rocho, Torge Avermann und Henri Wohlschläger mit „Darstellung eines Beamer-Bildes auf einer Nebelwand“. „Schüler experimentieren“: Maximilian Daniel und Elias Kassa mit „Das Licht der Zukunft“.

Ursulaschule: „Jugend forscht“: Theresa Havekost, Maja Schwerdtfeger und Martha Jammers mit „Steigert ein Placebo, ähnlich wie Traubenzucker, die Leistung von Schülern?“, Lena Hiddessen mit „Spielstrategien am Beispiel von „Siedler von Catan““, Christoph Holkenbrink und Dennis Kampe mit „Eiweißdichtung“, Anja Hoffmeister mit „Windmobil“. „Schüler experimentieren“: Theo Schneidereit und Paul Göckemeyer mit „Dachrinnenreinigungsgerät“, Tim Theiling, Fabian Hof und Martin Weisemöller mit „Umweltmobil“.

Gymnasium Oesede: „Schüler experimentieren“: Sarah Hestermeyer mit „Addieren und subtrahieren der Zahlen von 1 bis 20 - gibt es ein System?“

Oberschule am Sonnensee: „Jugend forscht“: Gina Marie Obrock und Janis Marie Wübbolt mit „E-Zigarette - Schädlich oder nicht?“. „Schüler experimentieren“: Moritz Assmann, Elias Hartung und Sören Steinkamp mit „Safe-Bag: Der sichere Rucksack“, Lasse Galka, Mirja Maringer und Mika Maringer mit „Rund um den Fidget Spinner“.