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Erhalt am Standort Schinkel? Eltern klagen gegen Verlegung der Kreuzschule

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In der Teutoburger Schule sollen die Kreuz- und die Overbergschule zusammengelegt werden. Dagegen klagen jetzt einige Eltern. Archivfoto: Gert WestdörpIn der Teutoburger Schule sollen die Kreuz- und die Overbergschule zusammengelegt werden. Dagegen klagen jetzt einige Eltern. Archivfoto: Gert Westdörp

Osnabrück. Eltern aller Jahrgangsstufen der Kreuzschule klagen gegen die Verlegung zur Teutoburger Schule. Ihr Ziel ist es, die Grundschule im Stadtteil Schinkel zu erhalten.

Im Mai hatte die rot-grüne Zählgemeinschaft die umstrittene Zusammenlegung der beiden katholischen Grundschulen Kreuz- und Overbergschule in der Teutoburger Schule im Rat beschlossen. Vorangegangen waren kontroverse Diskussionen und Protestaktionen noch am Nachmittag der Ratssitzung im Rathaus.

Start am neuen Standort soll im Sommer 2014 sein. Dann werden die ersten i-Männchen beider Bekenntnisschulen am Schölerberg beginnen, während die Arbeit an den anderen Standorten ausläuft. Stärkstes Argument für den Ratsbeschluss war die unumstrittene Raumnot der Stüveschule, die sich mit der Kreuzschule einen Gebäudekomplex teilt.

Nun wollen Eltern der Kreuzschule gerichtlich gegen die Zwangsumsiedlung vorgehen. Klagen hätten Eltern aller Jahrgangsstufen eingereicht, aber auch Eltern kleinerer Kinder, die später einmal die Kreuzschule besuchen wollen, sagte Elternratsvorsitzende Simone Puke in einem Gespräch mit der Neuen OZ.

Die Eltern ärgere, dass so viele gute Argumente für den Erhalt nicht berücksichtigt worden seien, ergänzte Elke Rickling. So seien die Schülerzahlen nicht wie oft gesagt rückläufig, sondern sogar gestiegen, sodass die Kreuzschule im kommenden und nächsten Schuljahr zweizügig sei.

Unklar sei außerdem, wie es bei einer Verlegung mit dem Betrieb weitergehe. Während die Kreuzschule eine Ganztagsschule sei, habe die Overbergschule ein offenes Angebot. Auch hier müssten die Eltern Sicherheit haben, wie es am Standort Teutoburger Schule weiter gehen solle.

Der Umzug der Kreuzschule würde auch einen Verlust für den Stadtteil Schinkel und die Kreuzkirchengemeinde bedeuten, sind sich die Eltern sicher. Denn wenn Kinder in einem anderen Stadtteil zur Schule gehen, könnte sich auch ihre Freizeit verlagern. Der Gemeinde könnten Messdiener, Pfadfinder und andere Mitglieder verloren gehen.

Zudem sind die Eltern fest davon überzeugt, dass mit dem Weggang der Kreuzschule auch Eltern den Stadtteil verlassen. Karin Punghorst zum Beispiel sagt, dass sie einen Umzug in Erwägung ziehen würde. Die Stüveschule komme für sie nicht infrage, weil ihr das Konzept nicht gefalle. Der Ernstfall wird für sie aber nicht eintreten. Ihr zweites Kind wird im September i-Männchen an der Kreuzschule und kann die vier Grundschuljahre in Schinkel verbringen.


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