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Keine zweite Amtszeit für Wolfgang Lücke Präsident der Uni Osnabrück hört 2019 auf

Von Sebastian Stricker

Wolfgang Lücke will nach nur einer Amtszeit als Präsident der Universität Osnabrück zurücktreten. Foto: Gert WestdörpWolfgang Lücke will nach nur einer Amtszeit als Präsident der Universität Osnabrück zurücktreten. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Die Universität Osnabrück muss sich eine neue Führungsspitze suchen. Nach Informationen unserer Redaktion will Präsident Wolfgang Lücke im September 2019 aufhören. Der 62-Jährige verzichtet damit auf eine Kandidatur für eine zweite Amtszeit.

Der gebürtig aus der Nähe von Hameln stammende Professor für Agrarwissenschaften lenkt die Geschicke der Universität seit Oktober 2013. Damals trat er die Nachfolge von Claus Rollinger an. Vor seinem Wechsel nach Osnabrück war Lücke fünf Jahre lang Vizepräsident für Studium und Lehre an der Universität Göttingen.

Zweite Amtszeit dauert acht Jahre

Sein Rückzug als Präsident der Uni Osnabrück erfolgt turnusgemäß. Laut niedersächsischem Hochschulgesetz ist die Amtsdauer von Präsidenten auf sechs Jahre befristet. Eine Wiederwahl hingegen würde Lücke für acht Jahre zum Weitermachen verpflichten – also bis 2027. Dann wäre er allerdings schon 71 Jahre alt. Die geltende Ruhestandsregelung sieht bei Präsidenten eine Altersgrenze von 68 Jahren vor. Lücke könnte eine zweite Amtszeit also nur mit einer Ausnahmegenehmigung des Landes erfüllen.

Auch Vizepräsidenten scheiden aus

Mit dem Präsidenten scheiden auch die nebenberuflichen Vizepräsidenten aus ihren Ämtern. Zu Lückes Team gehören die Professoren Thomas Bals (Hochschulentwicklung und Strategie), Martina Blasberg-Kuhnke (Studium und Lehre) sowie Susanne Menzel (Forschung und Nachwuchsförderung). Professor Wilfried Hötker als hauptberuflicher Vizepräsident für Personal und Finanzen ist von dieser Regelung nicht betroffen.

Um die Suche nach einem neuen Präsidenten wird sich nun eine Findungskommission kümmern. Dieses siebenköpfige Gremium wird vom Senat und Hochschulrat der Uni Osnabrück gemeinsam eingesetzt. Über die Empfehlung der Findungskommission befindet am Ende der Senat. Mit einer Entscheidung in dieser Personalie ist erfahrungsgemäß im nächsten Frühjahr zu rechnen.