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20.02.2018, 21:03 Uhr QUERULANTEN TORPEDIEREN BOMBENRÄUMUNG IN OSNABRÜCK

Zumutung für Mitbürger, Einsatzkräfte und Sprengmeister

Von Sebastian Stricker


Ordnungsamtsleiter Jürgen Wiethäuper am Bombenkrater im Landwehrviertel. Foto: Jörn MartensOrdnungsamtsleiter Jürgen Wiethäuper am Bombenkrater im Landwehrviertel. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Wer nicht hören will, muss fühlen. Dass die Stadt Osnabrück nach der von halsstarrigen Bürgern torpedierten Bombenräumung am Montag mit neuen, empfindlichen Bußgeldern droht, ist nur zu verständlich.

Wie sonst können Menschen zur Vernunft gebracht werden, die sich bei Gefahr im Verzug zulasten der Allgemeinheit hartnäckig weigern, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen? Was manche rücksichtslose Bürger sich diesmal bei der Evakuierung rund um das Landwehrviertel erlaubt haben, scheint an Dummheit und Dreistigkeit jedenfalls kaum zu überbieten.

Unter dem Egoismus einzelner Einwohner mussten schließlich all jene leiden, die anstandslos mit den Behörden kooperierten. Noch am Abend hätte der hochgefährliche Sprengkörper unschädlich gemacht werden können, wenn Querulanten – auf ihren vermeintlichen Vorteil bedacht – die Sprengung durch ihr Katz-und-Maus-Spiel nicht stundenlang und am Ende bis nach Mitternacht hinausgezögert hätten. Auch die Einsatzkräfte und der Sprengmeister, die allesamt bereits einen langen Arbeitstag hinter sich gehabt haben, dürften ein solches Verhalten als reine Zumutung empfunden haben.


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