Lesung am Sonntag, 25. Februar ZDF-Historiker Guido Knopp im Rosenhof in Osnabrück

Von Thomas Wübker

In seinem neuen Buch verbindet Guido Knopp seine mit der politischen Geschichte. Am Sonntag stellt er es in Osnabrück vor. Foto: Daniel Reinhardt/dpaIn seinem neuen Buch verbindet Guido Knopp seine mit der politischen Geschichte. Am Sonntag stellt er es in Osnabrück vor. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Osnabrück. Guido Knopp ist der Lehrmeister der Deutschen in Sachen Geschichte. Am Sonntag, 25. Februar, erzählt er im Rosenhof in Osnabrück seine eigene Geschichte.

Der vor kurzem 70 Jahre alt gewordene Guido Knopp war in den Achtziger- und Neunzigerjahren durch seine Sendungen zur deutschen Geschichte im ZDF und seine Bücher, die flankierend zu diesen Reihen erschienen sind, der erfolgreichste Historiker der Nachkriegszeit. Er zerrte „Hitlers Helfer“, „Hitlers Krieger“, „Hitlers Kinder“ oder „Hitlers Manager“ ebenso ins Tageslicht der Gegenwart wie viele andere Menschen und Begebenheiten aus der Zeit des Nationalsozialismus‘.

Knopps Erfolg brachte ihm viel Spott ein. Er wurde aber auch von manchen Historikern wegen seiner oberflächlichen Darstellung der von ihm behandelten Themen kritisiert. „Geschichtspornografie“ und „Nazikitsch“ wurde ihm vorgeworfen. Diese Kritik prallte an Knopp ab. Der Mann der Geschichte, Politik und Publizistik studiert hatte, kam bei den Fernsehzuschauern durch sein gentlemanhaftes und distinguiertes Auftreten an und – das ist zumindest ein Verdienst von Knopp – brachte viele Deutsche dazu, sich mit ihrer Geschichte zu beschäftigen.

Nun hat Guido Knopp die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse der vergangenen sechs Jahrzehnte mit seiner persönlichen Biografie verknüpft und ein Buch darüber geschrieben: „Meine Geschichte“. Er schreibt über Begegnungen mit bedeutenden historischen Persönlichkeiten und unbekannten Zeitgenossen.

Am schönsten soll es seinen Schilderungen nach mit Helmut Kohl gewesen sein. Der ehemalige Bundeskanzler, der auch Geschichte studiert hat, belegt in den Anmerkungen in Knopps Buch nach Hitler den zweiten Platz, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) nachgezählt hat. Die von Kohl ausgerufene „geistig-moralischen Wende“ soll den Boden für die TV-Dokumentationen von Knopp bereitet haben. Ziel sei es laut FAZ gewesen, den Deutschen einen „Zugang zu einer nicht auf das Dritte Reich beschränkten historischen Identität zu verschaffen“.

Am Dienstag, 27. Februar, gastiert Guido Knopp im Kulturforum der Stadtsparkasse in Lengerich.

Guido Knopp, Rosenhof, Osnabrück, So., 25. 2., 19 Uhr, Eintritt: 21,90 Euro, Karten erhältlich unter www.deinticket.de.