Inklusion am Arbeitsplatz Claudia Kreis: Geschätzte Mitarbeiterin trotz Autismus

Von Louisa Riepe

Autistin Claudia Kreis arbeitet am 21.11.2017 trotz Handicap als geschätzte Mitarbeiterin bei Pöppelmann Kunststoff-Technik in Lohne (Oldenburg). Foto: David EbenerAutistin Claudia Kreis arbeitet am 21.11.2017 trotz Handicap als geschätzte Mitarbeiterin bei Pöppelmann Kunststoff-Technik in Lohne (Oldenburg). Foto: David Ebener

Osnabrück. Viele Autisten sind arbeitslos. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel von Claudia Kreis. Die junge Frau aus Lohne ist trotz ihrer Entwicklungsstörung eine geschätzte Mitarbeiterin beim Kunststoffverarbeiter Pöppelmann.

Hier erfahren Sie die ganze Geschichte:


Was ist eigentlich Autismus?

Autismus lässt sich nicht in Blutwerten messen oder im Röntgenbild sehen. Aber Fachärzte erkennen bestimmte Verhaltensmuster: Betroffene haben oft Probleme in der zwischenmenschlichen Interaktion, außerdem weisen sie Auffälligkeiten in der Kommunikation auf und haben oft spezielle Interessen Aktivitäten, die sie immer wiederholen. Die individuelle Ausprägung ist bei jedem Autisten unterschiedlich. Deshalb sprechen Wissenschaftler inzwischen von Autismus-Spektrum-Störungen. Mädchen und junge Frauen bekommen deutlich seltener eine Diagnose als Jungen und Männer.

Hilfe für Betroffene und weitere Informationen auch für potenzielle Arbeitgeber gibt es bei den Autismustherapiezentren in der Region. Außerdem hat die Osnabrücker Autorin Heike Drogies ein Buch zu dem Thema verfasst. Darin finden sich wissenschaftliche Erklärungen und der neuste Forschungsstand, aber auch viele Beispiele aus den Lebensgeschichten verschiedener Autisten. Das Buch heißt „Aut ist in“ und ist im Lebenskünstler-Verlag erschienen.