IfM-Studenten spielen zu „NYsferatu“ Kunsthalle Osnabrück bringt Jazz und Stummfilm zusammen

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Musik und Film: Die Urban Outreach Band spielt zu Andrea Mastrovitos Film „NYsferatu“. Foto: Moritz FrankenbergMusik und Film: Die Urban Outreach Band spielt zu Andrea Mastrovitos Film „NYsferatu“. Foto: Moritz Frankenberg

Osnabrück. Stummfilm und Livemusik sind ein bewährtes Kunstpaar. Für die Schau „Symphonie eines Jahrhunderts“ lassen sich Jazzstudenten des Instituts für Musik auf Andrea Mastrovitos Film „NYsferatu“ ein.

Der Tag ist der natürliche Feind der Filmprojektion, zumal wenn die Sonne strahlt wie vergangenen Sonntag. Unter diesen Bedingungen wird Andrea Mastrovitos „Nosferatu“-Adaption in der Kunsthalle zum optischen Ratespiel: Man musste schon sehr genau hinschauen – und Fritz Murnaus Vorlage kennen – um zu begreifen, wie sich in „NYsferatu“ ein Börsenmakler aus New York nach Aleppo aufmacht und den Vampir von dort in die Metropole einschleppt. Weiterlesen: Die Ausstellung „Symphonie eines Jahrhunderts“

Filmmusik der Urban Outreach Band

Egal: Umso bedeutender wird der Anteil der Musik an diesem Teil der „Symphonie eines Jahrhunderts“. Die Urban Outreach Band, ein Projekt von sechs Jazzstudenten des Instituts für Musik (IfM) unter der Leitung von Gitarren-Professor Frank Wingold, hat dem Film einfühlsame und präzise Musik unterlegt. Die beiden Saxofonisten Jan-Paul Herbst und Henning Vetter, Paul Prassel (Gitarre), Johann Baldurson (Klavier), Aron Weise (Bass) und Lukas Schnadt (Schlagzeug) decken ein Klangspektrum ab, das vom Luft- und Klappengeräusch der beiden Saxofone über kreisende Minimal Music bis zum Jazzrock reicht. Weiterlesen: Stummfilm und Livemusik beim Morgenland Festival

Wie es sich für gute Filmmusik gehört, verstärkt das Sextett mit Klangmalerei, was auf der Projektsionsfläche aus 5000 Büchern passiert, schürft aber auch in den tieferen Schichten der Filmhandlung. Dabei achten die sechs nicht nur auf den Film, sondern auch auf die Raumakustik des Kirchenschiffs, die ja nicht ganz unproblematisch ist. Das kehrt die Verhältnisse um: Die Urban Outreach Band spielt sich selbstbewusst in den Vordergrund; der Film unterstützt die Musik. Warum auch nicht.


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