Taxi bis Jever genommen In Osnabrück gestrandet: Happy End für Kunden der Nordwestbahn

Von Jörg Sanders

Wegen einer Stellwerksstörung war die letzte NWB gen Norden am 6. Februar ausgefallen – zumindest teilweise. Sie fuhr erst wieder ab Bramsche. Doch diese Information hatte Pohl zu spät erhalten. Symbolfoto: Jörn MartensWegen einer Stellwerksstörung war die letzte NWB gen Norden am 6. Februar ausgefallen – zumindest teilweise. Sie fuhr erst wieder ab Bramsche. Doch diese Information hatte Pohl zu spät erhalten. Symbolfoto: Jörn Martens

Osnabrück. Wegen eines Kommunikationsproblems musste der Friese Detlef Pohl Anfang des Monats mit dem Taxi von Osnabrück nach Jever fahren. Die Nordwestbahn (NWB) hatte ihn nach einer Stellwerksstörung seiner Meinung nach hängen lassen. Nun zeigte sich die NWB kulant.

„Nach einem langen, freundlichen und konstruktiven Telefongespräch am vergangenen Mittwoch mit dem Kundenbetreuer der Nordwestbahn ist heute ein Betrag von Euro 535 auf meinem Konto eingegangen“, teilte der 67-Jährige am Montag unserer Redaktion mit. „Damit ist der finanzielle Schaden für mich in vollem Umfang ausgeglichen worden.“

In Osnabrück nach Umstieg gestrandet

535 Euro hatte es Pohl gekostet, um am Abend des 6. Februar nach Hause zu kommen. Er wollte eigentlich mit dem Zug in die Heimat nach Jever. Seine Nordwestbahn in Osnabrück kam aber wegen einer Stellwerksstörung nicht weit und musste umkehren. Zurück am Hauptbahnhof bekam er nötige Informationen zum weiteren Verlauf entweder gar nicht oder zu spät. Gemeinsam mit anderen Gestrandeten nahm er sich ein Taxi nach Bramsche und von dort ein weiteres nach Jever. Pohl legte das Geld aus – 535 Euro in der Summe.

NWM: Hotel wäre richtige Option gewesen

Die Fahrgastrechte gestehen einem Gestrandeten in solch einem Falle eine Hotelnacht oder Taxifahrt bis zu 80 Euro zu. Daher hatte ein Sprecher der Nordwestbahn im Gespräch mit unserer Redaktion durchblicken lassen, dass Pohl wohl auf seinen Kosten sitzenbleiben würde. Nun zeigte sich das Osnabrücker Bahnunternehmen kulant und erstattete Pohl die 535 Euro, nachdem mehrere Zeitungen über den Fall berichtet hatten.

Andernfalls hatte der 67-Jährige unserer Redaktion versichert, sein Geld auf dem juristischem Wege wiederzuholen.