Jugend forscht 2018 Schülerin aus Georgsmarienhütte analysiert ein mathematisches Spiel

Von Frederik Tebbe

Interessiert an Mathe: Für „Jugend forscht“ beziehungsweise „Schüler experimentieren“ analysiert Sarah Hestermeyer ein Rechenspiel. Foto: Jörn MartensInteressiert an Mathe: Für „Jugend forscht“ beziehungsweise „Schüler experimentieren“ analysiert Sarah Hestermeyer ein Rechenspiel. Foto: Jörn Martens

Georgsmarienhütte. 1 + 2 - 3 + 4 ist...? Sarah Hestermeyer besucht die siebte Klasse des Gymnasiums Oesede und nimmt mit der Analyse eines Rechenspiels am Wettbewerb „Schüler experimentieren“ im Rahmen von „Jugend forscht“ teil.

Sarah Hestermeyer hat sich für ihr Forschungsprojekt ein mathematisches Spiel vorgenommen. Darin setzen zwei Spieler abwechselnd ein Plus- oder ein Minuszeichen zwischen die Zahlen eins bis 20. Das Endergebnis entscheidet über den Sieg. Ist es eine gerade Zahl, gewinnt der eine; ist es eine ungerade, der andere. „Daraus ergab sich für mich die Frage, ob es ein System gibt, mit dem man immer gewinnt“, sagt sie. ( Weiterlesen: Placebo und Frühstücksteller – Osnabrücker Schüler konkurrieren bei Jugend forscht)

Rechenspiele

Die junge Mathematikerin hat das Rechenspiel dazu genauer unter die Lupe genommen und es Stück für Stück analysiert. Statt mit 20 Zahlen zu arbeiten – und damit eine unübersichtliche Menge an möglichen Plus- und Minuskombinationen zu erzeugen – hat sich die 13-Jährige zunächst auf vier Zahlen beschränkt. Damit lässt sich die Frage systematisch angehen: Sie hat zu den verschiedenen Möglichkeiten Tabellen angelegt und ergründet, wann ein Ergebnis aus einer geraden oder einer ungeraden Zahl besteht. Dabei hat sie erkannt: Wenn man die Anzahl der genutzten Zahlen durch vier teilt und dabei ein glattes Ergebnis herauskommt – also etwa acht Zahlen verwendet; man teilt acht durch vier und erhält zwei – oder ein Rest von drei übrig bleibt, wird das Ergebnis des Rechenspiels gerade. Alle anderen Kombinationen werden ungerade. Es gibt dementsprechend ein System, mit dem man immer gewinnt, wenn man weiß, für welche Seite man sich entscheiden muss.

Großes Interesse an Mathematik

Ein abstraktes Forschungsprojekt also. „Sarah ist total interessiert an Mathe“, sagt ihre Lehrerin Martina Möller. Sie war es, die der Schülerin das mathematische Spiel gezeigt und ihr die Teilnahme an „Jugend forscht“ respektive „Schüler experimentieren“ im Rahmen ihrer Forscher-AG angeboten hat. Die Siebtklässlerin nimmt auch an anderen Wettbewerben wie etwa der Mathe-Olympiade teil. Am Donnerstag, 22. Februar, wird sie zum Regionalentscheid in Diepholz antreten. An der Siegerehrung tags darauf wird sie allerdings nicht teilnehmen können – dann ist sie nämlich schon auf dem Weg nach Göttingen zum nächsten Wettbewerb.


Alle „Jugend forscht“- und „Schüler experimentieren“-Projekte auf einen Blick:

BBS Haste: „Jugend forscht“: Cansu Aksoy und Jana Porath mit „Herstellung und Erprobung von Mulchplatten und Wurzeltöpfen aus heimischen nachwachsenden Rohstoffen“, Gerrit Book mit „Erprobung von CO2-neutralen Stoffen auf ihre Dämm- und Brandeigenschaften“, Oliver Langius und Loris Jansen mit „Anleitung zur Optimierung eines Feldversuchs dargestellt am Einsatz einer Mykorrhiza- und Bakterienbeize im Maisanbau“, Ida Hügelmeyer, Jan Christopher Niemann und Karl Grünebaum mit „Haltbaromat“.

Gymnasium Carolinum: „Jugend forscht“: Esther Dälken mit „Entwicklung eines Arduino basierten Quadrocopters“ und Esther Wahlbrinck mit „Programm zur Auswertung eines Lichtspektrums“. „Schüler experimentieren“: Isabella Marie Empen, Cäcilia-Theresa Rawie und Mia-Sophie Tegeler mit „Die besten Wachstumsbedingungen für Pflanzen“, Charleen Kleine-Hartlage und Jo-Ann Bergholz (von der Thomas-Morus-Schule) mit „Wie hygienisch ist mein Frühstücksteller?“, Daria Fischer mit „Kann man aus einem Bruch die Periode vorhersagen?“, Moritz Molitor mit „Welcher Stoff eignet sich am besten zur Wärmeisolierung?“, Lukas Rabe mit „Berührungsloses Laden eines Elektroautos mittels Induktion“, Mareke Sophie Specker mit „Das Arduino gesteuerte Spektrometer“, Mariska Ramm und Thomas Lehrke mit „Dynamobetriebenes Licht als Sicherheitsmaßnahme für ein Skateboard“.

Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium: „Jugend forscht“: Carla Mücke, Michaela Holwitt und Michelle Dick mit „Gaschromatographische Untersuchung des Ausgasens von Heulage“ und Sven Lohmann und Sebastian Holwitt mit „Vom n-Eck zum Kreis -Proportionalität zwischen Seitenlänge und Radius“. „Schüler experimentieren“: Ella Seibt, Charlotte Therese Castan und Maria Eveline Hulm mit „Nutella Zero“, Jette Giebler und Maike Walkowski mit „Vielseitige Kleidung“, Robin Winkelhage mit „Digitale Mama - weniger verplant im Schulalltag“, Lucas Kötter mit „Zufall oder Zusammenhang? Eine Untersuchung von Pi und anderen irrationalen Zahlen“ und Lennart Schliehe mit „Sockensortiermaschine“.

Gymnasium „In der Wüste“: „Jugend forscht“: Laura Sophie Hansen und Pauline Bücker mit „Rund um den Wassergehalt in Lebensmitteln“ und Yannis Vierkötter und Malte Busmann mit „Selbstgebaute Wetterstation mit integrierter Antenne“. „Schüler experimentieren“: Helena Saalfeld mit „Auto der Zukunft - umweltfreundlich und recycelt“, Lars und Erik Winkler mit „Die optimale Ballonhülle für einen Modell-Heißluftballon“, Celina Löwen, Jule Pappert und Marthe Hinrichs mit „Papier geht auch ohne Holz“, Emma Johanna Hansen und Katharina Hanneken mit „Unter welchen Bedingungen wachsen Tomaten am besten?“, Lara Davideit mit „Was essen Pflanzen?“, Niklas Kniefert mit „Was sieht das technische Auge wirklich?“ und Jan Kniefert mit „Drohnenzustellung per Fallschirm“.

Ratsgymnasium: „Jugend forscht“: Liam Riechardt und Marvin Lange mit „Entwicklung und Anwendung einer Softwareumgebung zur Evaluation von Spielstrategien für ein vereinfachtes Mau-Mau“, Justus Rocho, Torge Avermann und Henri Wohlschläger mit „Darstellung eines Beamer-Bildes auf einer Nebelwand“. „Schüler experimentieren“: Maximilian Daniel und Elias Kassa mit „Das Licht der Zukunft“.

Ursulaschule: „Jugend forscht“: Theresa Havekost, Maja Schwerdtfeger und Martha Jammers mit „Steigert ein Placebo, ähnlich wie Traubenzucker, die Leistung von Schülern?“, Lena Hiddessen mit „Spielstrategien am Beispiel von „Siedler von Catan““, Christoph Holkenbrink und Dennis Kampe mit „Eiweißdichtung“, Anja Hoffmeister mit „Windmobil“. „Schüler experimentieren“: Theo Schneidereit und Paul Göckemeyer mit „Dachrinnenreinigungsgerät“ und Tim Theiling, Fabian Hof und Martin Weisemöller mit „Umweltmobil“.

Gymnasium Oesede: „Schüler experimentieren“: Sarah Hestermeyer mit „Addieren und subtrahieren der Zahlen von 1 bis 20 - gibt es ein System?“

Oberschule am Sonnensee: „Jugend forscht“: Gina Marie Obrock und Janis Marie Wübbolt mit „E-Zigarette - Schädlich oder nicht?“. „Schüler experimentieren“: Moritz Assmann, Elias Hartung und Sören Steinkamp mit „Safe-Bag: Der sichere Rucksack“ und Lasse Galka, Mirja Maringer und Mika Maringer mit „Rund um den Fidget Spinner“.

Gymnasium Melle: „Jugend forscht“: Niklas Falke und Felina Spielvogel mit „Essenziell oder Schädlich? - Wirkung von Starklicht auf Heliophyten und Skiadophyten“, Jonathan Smolinski und Fynn Bertelsmann mit „Sind die Meere noch zu retten?! - Versauerung der Ozeane“, Finn Oldeboershuis, Janna Frerichs und Marvin Röhr mit „Entrostung von Eisennägeln: Cola als Wunderwaffe?“, Moritz Meyer zu Westram, Lukas Haupt und Maximilian Bornhorst mit „Unsere Luft muss besser werden! - Alternative Methoden zur Luftreinigung etablieren“, Pasqual Schulte, Tobias Zahl und Sven Aufderheide mit „Wie kann ein Akkumulator optimiert werden?“, Lorenz Leimbrock, Jan Hendrik Schlörmann und Stefan Weisbeck mit „Kann man den Magnus-Effekt auf die Straße bringen?“, Michael Heise, Erik van Delden und Paul Runge mit „Leiser fliegen?“ und Carlos Wübbeler, Johannes Nörenberg und Tobias Kansteiner mit „Untersuchung verschiedener Abhängigkeiten der Kräftewirkung zwischen Dauer- und Elektromagneten“.

Gymnasium Bersenbrück: „Jugend forscht“: Laurens Tomoor und Bennet Burlage mit „Staub, nervst du? 3.0 Gewinnmaximierung in der Lackiererei“. „Schüler experimentieren“: Carina Rehkamp und Noa Elisabeth Eichhorn mit „Keine Chance für Graffiti“, Kai Raben mit „Werden Pflanzen auch betrunken?“, Sarah Pelters und Julia Bornhorst mit „Die optimalen Seifenblasen herstellen“ und Fabian Jüttner, Jakob Schraad und Luca Kreuzhofen mit „Obst als zweiter Diesel“.