Die Hoffnung auf einen Supermarkt Diskussion über Bebauungspläne für Osnabrück-Pye

Von Jann Weber

Auf der Römerbrücke ist es eng: Oft kommt es zu Konflikten zwischen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern. Die Stadt will die Situation verbessern. Archivfoto: Jörn MartensAuf der Römerbrücke ist es eng: Oft kommt es zu Konflikten zwischen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern. Die Stadt will die Situation verbessern. Archivfoto: Jörn Martens

Osnabrück. Über neue Baugebiete und die Römerbrücke diskutierte das Bürgerforum Pye in seiner jüngsten Sitzung. Ob es Hoffnung auf ein neues Lebensmittelgeschäft gibt? Danach sehnen sich Anwohner seit zwei Jahrzehnten.

Pläne für neue Baugebiete

Markus Beermann und Heinrich Halbrügge gehören zu den Pyern, die sich für die Entwicklung des Wohnungsbaus in ihrem Stadtteil interessieren. Beide hatten sich für das Bürgerforum Erläuterungen gewünscht. Die erhielten sie von dem Leiter des Fachbereichs Städtebau: Franz Schürings berichtete, dass die Verwaltung derzeit einen Bebauungsplan für das Gebiet am Weingarten aufstellt. Dann könnten dort Einfamilienhäuser und Geschosswohnungen mit 35 Wohneinheiten gebaut werden. Im Gespräch ist das Baugebiet bereits seit vier Jahren. Hinzu kommt ein weiterer Plan: Für eine 20 Hektar große Fläche hinter dem Baugebiet „Süver Hang“ hat die Verwaltung Konzepte entwickelt, wie Schürings erläuterte. Außerdem werde die Verwaltung „die Bauflächenentwicklung“ in Pye vorantreiben. Immerhin benötige die Stadt „dringend zusätzlichen Wohnraum“.

Hoffnung auf ein Lebensmittelgeschäft

Seit vielen Jahren wünschen sich die Pyer ein Lebensmittelgeschäft für ihren Stadtteil. Erhört wurden sie deshalb nicht, weil Pye mit seinen 3100 Einwohnern nicht genügend Kunden aufbieten kann. Ob sich angesichts der Pläne für neue Häuser etwas ändert? Schürings machte den Pyern zumindest ein bisschen neue Hoffnung: Die Stadt befinde sich im Gespräch mit einem Nahversorger, aber: „Wir sind weit davon entfernt, dass wir eine Aussage treffen könnten. Es handelt sich um ein zartes Pflänzchen.“

Zu schnelle Autos: Kinder vor Hort, Kita und Schule in Gefahr?

Zu schnelle Autos auf dem Fürstenauer Weg vor Hort, Kita und Schule: Anwohner im Umfeld der Straße Am Stollenbach sorgen sich um die Sicherheit vor allem der Kinder. Einer von ihnen ist Andreas Zimmer. Er hat „mehrfach erlebt, dass es zu gefährlichen Situationen kam, weil weder Ampel noch Überholverbot beachtet wurden“. Ob Schilder die Autofahrer zu mehr Vorsicht verhelfen könnten? Tempo 30 jedenfalls kommt für die Verwaltung jedoch nicht in Betracht, wie Joachim Osterfeld vom städtischen Fachbereich „Bürger und Ordnung“ berichtete: Das entspreche nicht der „Klassifizierung der Straße“. Möglich wäre dies nur dann gewesen, wenn sich der Zugang zur Kita oder zur Schule direkt am Fürstenauer Weg befunden hätten. Die Verwaltung werde aber im Laufe des Jahres einen „Vor-Ort-Termin“ planen – mit der Frage: „Was können wir verändern?“

Geld für die Römerbrücke

Die Pyer dürfen sich auf Verbesserungen auf der Römerbrücke freuen. Der Rat hat auf die vielen Berichte über Konflikte zwischen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern reagiert. Wie Bürgermeister Uwe Görtemöller mitteilte, lautet der Beschluss: Die Verwaltung wird beauftragt in diesem Jahr Planungskosten in Höhe von 80000 Euro für die Sanierung einzuplanen. Aber ein bisschen Spannung bleibt, denn: „Das weitere Vorgehen ist noch offen.“