Neues Album „Cuore d´ oro“ Ombre di Luci feierten im Blue Note Release-Party

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Neues Bandmitglied von Ombre di Luci: Raphael Rahe.  Foto: Egmont SeilerNeues Bandmitglied von Ombre di Luci: Raphael Rahe. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Ombre di Luci, „die falschen Italiener“ aus Osnabrück, stellten ihr nagelneues Album „Cuore d´ oro“ live vor – und verabschiedeten sich von dem langjährigen Bandmitglied Ludwig Voges.

Es waren einmal zwei trottelige Diebe, die in Italien eine Bank ausrauben wollten. Einmal wurden sie von Mama, einmal von der Mafia aus der Bankfiliale verscheucht, dann landeten sie im Knast. Diese Geschichte hat sich Giovanni Armanni ausgedacht.

Er ist ein echter Italiener und schreibt Songtexte für eine Band mit falschen Italienern, für Ombre di Luci. Weil die Story von den Möchtegernganoven so lustig ist, hat Giovanni sie jetzt weitergesponnen: Den tumben Dieben gelingt der Ausbruch aus dem Gefängnis, sie fliehen nach Holland, finden einen Lottoschein und gewinnen die Million. Die Fortsetzung der Räuberpistole befindet sich unter dem Titel „Ladri sfigati in fuga“ auf dem brandneuen Album der „Schattenlichter“. Allerdings hat das Tempo fluchtartig zugelegt, die Tuba sorgt für ein leichtfüßiges Bassfundament, derweil das Cello das musikalische Thema aufgreift, das Sänger Marcus Tackenberg mit seiner Stimme vorgibt.

Poetisches, Abstruses, Nachdenkliches

Wer am Samstag das Blue Note besuchte, wurde Zeuge, wie Ombre di Luci das lustige Lied über Abenteuer und den Traum von der Freiheit live darboten. Die Band hatte zur CD-Release-Party geladen. Bevor sie also die Stücke vom neuen Album „Cuore d’oro“ präsentierten, wärmten sie sich zunächst mit der vertrauten Nummer „Cinema Italiano“ auf, die vor Kurzem auf dem Vinyl-Album „Twelve Songs From The City Of Peace“ erschienen ist.

Nach diesem behänden Einstieg gab es Neues: Poetisches, Abstruses, Nachdenkliches, Witziges, Gefühlvolles und Gesellschaftskritisches, versiert in Songs gebettet von Piano, Posaune, Cello, akustischer Gitarre und Schlagzeug.

Wehmütige Note

Eine wehmütige Note bekam das Konzert durch den Abschied von Cellist Ludwig Voges, der das Album noch mit eingespielt hat. „Aber jetzt geht er in Band-Rente“, sagte Marcus Tackenberg und bedankte sich bei dem Kollegen, der das Konzert als Zuschauer verfolgte, für die jahrelange Zusammenarbeit.

Dann stellte er Raphael Rahe vor, der mit dem sogenannten „Silent Cello“, also einem Elektrocello ohne Holzkorpus, sowie mit der Gitarre einen adäquaten Ersatz für Voges’ Bandengagement abgab. Umrankt von den Moderationen Tackenbergs, der mit seiner sonoren Stimme Liedtexte erklärte oder flockige Anekdoten zu den jeweiligen Song erzählte, breitete sich immer mehr mediterranes Flair im Blue Note aus. Ob melancholische Ballade oder flinke Polka, das Publikum genoss begeistert die Atmosphäre.


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