Rock aus Südafrika Prime Circle zelebrieren im Rosenhof die härtere Gangart

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Export aus Südafrika: Prime Circle. Foto: Charl PretoriusExport aus Südafrika: Prime Circle. Foto: Charl Pretorius

Osnabrück. In Johannesburg leben die Musiker, die unter dem Namen Prime Circle ihren Alternative-Rock mal im Metal- und mal im Popmodus liefern.

Der Schlagzeuger spielt in die Dunkelheit hinein und man meint, jetzt spiele die Band „Running Up That Hill“ von Kate Bush. Jedenfalls hört sich der Beat genauso an. Aber: Weder ist Kate Bush zu Gast im Rosenhof, noch covert die Band, die jetzt dort auftritt, einen Song von ihr. Es ist einfach so, dass der Rhythmus von „Innocence“ sehr ähnlich gestrickt ist. Das Stück stammt von der südafrikanischen Band Prime Circle, die gerade in Osnabrück gastiert. Offenbar haben sich die fünf Musiker aus Johannesburg durch Auftritte bei deutschen Sommerfestivals eine kleine Fangemeinde erspielt, die nun hungrig darauf wartet, dass Sänger Ross Learmonth seine kräftige Stimme erhebt, um „Trennungslieder mit positivem Ausblick“ zu singen. Während die meisten Rockfans noch nie von Prime Circle gehört haben, singen die Fans der Band Texte beim Konzert wortwörtlich mit.

Kontrastmusik gab es im Vorprogramm: Als Gäste hatten die Südafrikaner das Duo Oh Fyo! aus Lübeck eingeladen. Schöne Melodien, zur Gitarre vorgetragen, wurden durch die wunderbare Stimme von Felix Highfield zum Aufhorcher.

Nach dem Umbau stehen die Zeichen auf Rock. Prime Circle lieben die härtere Gangart. Sänger Ross könnte mit seinem rauchigstarken Gesangsorgan auch in eine Grungeband mitmachen. Wenn Bassist und Gitarrist richtig aufdrehen, erinnert die Musik gar an NuMetal. Und wenn das Keyboard sphärische Sounds zusteuert, ist man an diverse Alternativebands erinnert, die seit den 80er Jahren die Bühnen der Clubs und Arenen unsicher machen.

In den Songs geht es nicht nur um die Probleme mit der Liebe, manchmal macht Ross sich auch Gedanken übers Älterwerden und über das Leben in einer schnellen Hightech-Welt: „Staring At Satellites“ singt er dann, eine nachdenkliche Ballade, nur begleitet von Keyboarder Neil Breytenbach. Spaßeshalber macht Ross auch den Ed Sheeran, indem er eine weitere Ballade zur akustischen Gitarre vorträgt, deren Akkorde von einer Loopstation vervielfacht werden.

Aber dann gibt die Band wieder richtig Gas, es wird laut, es rockt hart und es gibt sogar ein paar Songs zum Mitsingen im Stadionmodus. Prime Circle erfinden das Rockbrett zwar nicht neu, aber das, was sie dem Publikum liefern, liefern sie äußerst versiert.


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