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17.02.2018, 09:00 Uhr KOMMENTAR

Der schwere Kampf gegen die dicke Luft in Osnabrück

Kommentar von Dietmar Kröger

Passivsammler zur Luftqualitätsmessung am Neumarkt. Foto: Michael GründelPassivsammler zur Luftqualitätsmessung am Neumarkt. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Ob der Luftreinhalteplan die Stadt Osnabrück von ihren Problemen erlösen wird? Es hat nicht den Anschein.

Wenn die Stadt es ernst meint mit ihrer Absicht, den Bürgern kurzfristig gesunde Luft zum Atmen zu bieten, wird sie um schmerzhafte Einschnitte in den Verkehr nicht herumkommen. Einzig ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge bis hoch zur Euro-fünf-Norm in Verbindung mit der Einführung von Elektrobussen und einer stattlichen Anzahl nachgerüsteter Dieselbusse kommt als schnelle Lösung in Frage. Letzteres kostet sehr viel Geld, wird aber von Stadtwerken, Verwaltung und Politik vehement gefordert und gefördert. Ein Fahrverbot hingegen wird bislang abgelehnt. Bleibt nur die Frage, ob die Stadt mit dieser Haltung durchkommt oder ob eine Klage der Deutschen Umwelthilfe – so diese denn mit ihrer Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht besteht – sie zum Handeln zwingt.

Wie auch immer. Die Stadt ist zu konsequentem Handeln gezwungen. Mit halbherzigen Entscheidungen wird dem Problem nicht beizukommen sein. Politik, Verwaltung und nicht zuletzt die Bürger müssen ausbaden, was ihnen die Autoindustrie eingebrockt hat, die saubere Diesel versprach und Dreckschleudern lieferte.


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