Den Anfang machte Namibia „Oshi-Deutsch“ war die erste Koproduktion mit Afrika

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Osnabrück. Vor zwei Jahren, auch in der Intendanz von Ralf Waldschmidt, wagte das Osnabrücker Theater schon einmal den gewaltigen Koproduktionssprung über den Äquator nach Afrika. Mit „Oshi-Deutsch – Die DDR-Kinder von Namibia“ nahm es sich wie nun „Medea 2“ auch ein zeitgeschichtlich brisantes Thema vor.

Vor zwei Jahren, auch in der Intendanz von Ralf Waldschmidt, wagte das Osnabrücker Theater schon einmal den gewaltigen Koproduktionssprung über den Äquator nach Afrika. Mit „ Oshi-Deutsch – Die DDR-Kinder von Namibia “ nahm es sich wie nun „Medea 2“ auch ein zeitgeschichtlich brisantes Thema vor. Es ging um das Schicksal von rund 400 Kindern, die ab Ende der 70er-Jahre von der Swapo (South-West Africa People’s Organisation) in Zusammenarbeit mit der DDR vor den Kämpfen mit dem südafrikanischen Apartheidsregime in Sicherheit gebracht und in der DDR sozialistisch erzogen wurden – für künftige Führungsaufgaben in Namibia.

Zeitzeugen spielten mit

Nach dem Zusammenbruch der DDR wurden die mittlerweile jungen Leute von einem Tag auf den anderen nach Namibia zurückgeschickt. Unvorbereitet auf eine Heimat, die keine mehr war, beargwöhnt von einem sozialen Umfeld, dass diese „Oshi-Deutsch“ sprechenden Internatsschüler nicht gerade in die Arme schloss, fiel die Integration schwer. Das besonders Berührende am Rechercheprojekt von Regisseur Gernot Grünewald und seiner namibischen Kollegin Sandy Rudd: Sie ließen die jugendlichen Kinder dieser „DDR-Kinder“ das merkwürdige Schicksal ihrer Eltern spielen, Zeitzeugen und Laien also. Die Produktion gastierte in den ostdeutschen Internatsorten der „DDR-Kinder“ und in Namibia – und bewirkte ein großes Echo in beiden Ländern.


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