Nur für Vereine und Verbände Stadt Osnabrück nimmt Anträge für Osterfeuer entgegen

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Traditionelles Brauchtum: Osterfeuer des Schützenvereins Ohrbeck im April 2017. Foto: Archiv/David EbenerTraditionelles Brauchtum: Osterfeuer des Schützenvereins Ohrbeck im April 2017. Foto: Archiv/David Ebener

Osnabrück. Osterfeuer dürfen in Osnabrück seit einigen Jahren nur noch mit Genehmigung abgebrannt werden. Wer einen Antrag stellen möchte, hat dazu noch bis 16. März 2018 Zeit. Privatleute können sich die Mühe allerdings sparen – Chance auf eine Erlaubnis haben nur Vereine oder Verbände, die eine öffentliche Veranstaltung planen.

„Der Fachbereich Grün und Umwelt nimmt bis spätestens Freitag, 16. März, Anträge für Osterfeuer entgegen“, heißt es in einer am Freitag verbreiteten städtischen Pressemitteilung, „sie werden unter bestimmten Bedingungen genehmigt – sofern sie öffentlich zugänglich sind“. Alle genehmigten Osterfeuer werden von der Verwaltung im Vorfeld öffentlich angekündigt. Sie können dann von jedermann besucht werden – der Ausrichter darf seine Veranstaltung also nicht zur „geschlossenen Gesellschaft“ erklären.

Infos und Termine zu Osterfeuern 2018 in Osnabrück >>

Verboten sind Osterfeuer den Angaben zufolge in der Innenstadt und in den bebauten Ortsteilen. Tabu sind auch Kleingartenparzellen, da hier die Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden können. Für die übrigen Bereiche sind als maximale Grundfläche 25 Quadratmeter bei einer Aufschichthöhe von maximal vier Metern zulässig. Es darf lediglich Gehölz- und Strauchschnitt aufgeschichtet werden. Wegen des Tierschutzes ist das Brennmaterial einen Tag vor dem Abbrennen noch einmal komplett umzuschichten. Es sind grundsätzliche Mindestabstände zu Gebäuden und Gehölzen abhängig von der Grundfläche einzuhalten. Wer wissen möchte, ob sein Grundstück grundsätzlich infrage kommt, kann sich auf einer interaktiven Karte im Internet informieren.

Die schriftlichen Anträge müssen spätestens bis Freitag, 16. März, eingegangen sein. Ist es der erste Antrag, nimmt der Fachbereich Umwelt und Klimaschutz die Fläche zuvor kostenpflichtig ab. Weitere Informationen gibt es im Fachbereich Grün und Umwelt in der Hannoverschen Straße 6-8 (Raum 2 C 06), bei Heiko Brosig, Telefon 0541/323-2434.

Andere Regelungen im Umland

Die Osterfeuer-Regeln der Stadt Osnabrück gelten nicht im Umland. In den umliegenden Gemeinden wird zum Teil eine deutlich liberalere Politik verfolgt. So kann es sein, dass wenige Meter von der Stadtgrenze entfernt auf dem Gebiet einer der Umlandgemeinden ein privates Osterfeuer brennt, während in Osnabrück nur öffentlich zugängliche Veranstaltungen gestattet werden.

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2009 zog der Qualm nicht ab

Der Hintergrund der strengen Regelungen in Osnabrück geht auf das Jahr 2009 zurück, als eine sogenannte Inversionswetterlage über Ostern dafür sorgte, dass der Geruch der Feuer tagelang nicht aus der Stadt abzog. Viele Menschen fühlten sich davon belästigt und klagten über Gesundheitsprobleme. Der Rat kam daraufhin überein, Privatleuten die Kokelei aus Umwelt- und Gesundheitsschutzgründen zu verbieten, zumal der Eindruck entstanden war, dass viele Feuer nicht primär aus Gründen der Traditionspflege brannten, sondern vor allem um Gartenabfälle zu entsorgen.

Nicht genehmigungspflichtig und auch Privatleuten erlaubt sind übrigens Lagerfeuer, bei denen ausschließlich abgelagertes Brennholz angezündet wird – zum Beispiel in einer Feuerschale.

Alle Informationen rund um Osterfeuer in der Region finden Sie hier >>


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