Osnabrücker Unternehmen wächst weiter Winterpause vorbei: Bei Schlecks gibt es wieder Eis

Von Corinna Berghahn

An diesem Samstag startete die Eissaison 2018 bei „Schlecks“. Foto: Michael GründelAn diesem Samstag startete die Eissaison 2018 bei „Schlecks“. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Drei graue Monate lang mussten die Spielplatzbesucher am Adolf-Reichwein-Platz warten, doch seit Samstag hat „Schlecks“ wieder die Türen geöffnet. Zudem ist die Eisdiele über die Winterpause weiter expandiert.

An diesem Samstag endete die Winterpause bei der Eisdiele „Schlecks“ – und diverse Eiskreationen werden wieder die Münder am Adolf-Reichwein-Platz verschmieren. „Drei Monate waren wir geschlossen und haben neue Kombinationen ausprobiert“, sagt Inhaber Florian Stisser.

Beispielsweise wird es Becher mit Lakritzsoße oder salzigen Erdnüssen und Karamellsoße geben. Außerdem werde man auf Wunsch der Kunden das Angebot an Heißgetränken – wie etwa Chai-Latte und heiße weiße Schokolade – erweitern. Zur Eröffnung am Samstagmittag hofft Stisser auf Sonne, idealerweise bis zur nächsten Winterpause am 1. November, denn einen richtigen Sommer habe man sich nach den verregneten Monaten „auch wirklich verdient“.

Schlecks geht nach Berlin

Gelangweilt hat man sich in der freien Zeit nicht: Neben der Vorbereitung auf die Saison 2018 in Osnabrück war man öfters in der deutschen Hauptstadt zu Besuch. Dort eröffnet Ende April nämlich eine weitere „Schlecks“-Filiale.

Deren Inhaber Sascha Thiel und Andrea Klein hat Stissen während eines Österreich-Urlaubs kennengelernt, erzählt er. „Sie haben uns mehrere Male in Osnabrück besucht und waren von unserem ,Schlecks‘-Konzept begeistert. 2017 haben sie dann beschlossen, eine eigene Filiale zu eröffnen.“

Dann ging erst einmal die Suche nach einer passenden Örtlichkeit los, denn in den angesagten Vierteln Berlins ist der Immobilienmarkt knapp und teuer. Nun hat man in der Winsstraße im Ortsteil Prenzlauer Berg ein Ladenlokal gefunden. „Dort hat man mehr Platz als bei uns in Osnabrück, etwa 75 Quadratmeter.“ Losgehen soll es Ende April.

Von der Idee zum Franchise

Die Idee zu „Schlecks“ wurde es aus einer Idee geboren, die Florian Stisser nach einem Schüleraustausch im Jahr 2000 in den USA entwickelte: Dort sah er, wie Eiscreme auf kalten Platten mit verschiedenen Toppings verknetet wurde. Später arbeitete er jedoch erst einmal als Ergotherapeut, oftmals mit psychisch kranken Menschen. Irgendwann brauchte er einen Wechsel – und 2012 öffnete dann „Schlecks“, damals noch in der Redlingerstraße.

Florian Stisser ist Gründer der Eisdiele „Schlecks“ in Osnabrück. Foto: Michael Gründel

Die Filiale in Berlin ist die zweite, denn schon seit vergangenem Jahr gibt es „Schlecks“ in Hamburg. Dort habe man sich gut etabliert, sagt Stisser. Etwas „verrückt“ sei es schon, dass aus seiner Idee nun mehrere Läden in der Republik entstanden sind, findet er. Doch solange überall ein gewisses „Schlecks-Family-Feeling“, wie er es nennt, herrsche, fühle es sich richtig an: „Es geht bei uns locker zu, wir haben Lust auf Eis, mit dem Eis zu experimentieren und jeder – auch die Kunden – können uns Tipps geben, womit wir die Sorten noch toppen könnten.“

In Osnabrück waren in der Eissaison 2017 rund 40 Leute beschäftigt, die meisten davon Mini-Jobber. Für jetzt suche man noch nach „Menschen mit Lust auf Eis“.

Es tut sich was am Adolf-Reichwein-Platz

Seit 2014 ist „Schlecks“ am Adolf-Reichwein-Platz beheimatet. Der Umzug hat sich sehr gelohnt, findet Stisser: „Alle, die in der Osnabrücker Innenstadt eine kleine Oase suchen, kommen hierher“, sagt er über den Ort, der auch als „Eltern-Bermudadreieck“ bekannt ist.

Aktuell tut sich hier einiges: Nachdem das arabische Restaurant Arabesque geschlossen hat, wird in den Innenräumen an seinem Nachfolger gewerkelt. Auch das Bottled wurde in diesen Tagen renoviert – und der Spielplatz bekommt im Mai eine Generalüberholung; sprich: Die alte Kogge wird abgebaut, ein dampferähnliches Spielgerüst wird sie ersetzen. Stisser freut sich darüber, denn „Veränderungen halten einen Platz immer lebendig“. (Weiterlesen: So wird der Spielplatz am Osnabrücker Koggestrand künftig aussehen)