Ein Bild von Sandra Dorn
15.02.2018, 19:15 Uhr AUFKLÄREN, AUFKLÄREN, AUFKLÄREN

Schütteltraumata sind vermeidbar

Kommentar von Sandra Dorn

Die Unwissenheit vieler Deutscher über Schütteltraumata ist erschreckend. Foto: dpaDie Unwissenheit vieler Deutscher über Schütteltraumata ist erschreckend. Foto: dpa

Osnabrück. Ein Viertel der Deutschen glaubt, es schade einem Baby nicht, wenn man es schüttelt. Es ist erschütternd, was eine repräsentative Befragung aus dem Jahr 2017 ergeben hat.

Denn wenige Sekunden heftigen Schüttelns können die Zukunft eines Säuglings, der aus eigener Kraft noch nicht einmal seinen Kopf halten kann, zerstören. 42 Prozent der mehr als 1000 Befragten hatten den Begriff „Schütteltrauma“ jedoch noch nie gehört und 18 Prozent konnten sich sogar vorstellen, dass Babys manchmal nur schreien, um die Eltern zu ärgern.

Es hilft also nur eines: aufklären, aufklären, aufklären. Einen wichtigen Baustein dafür bildet das Projekt Familienhebammen in Stadt und Landkreis Osnabrück. Dadurch werden frisch gebackene Eltern gut erreicht – aber nicht zwangsläufig auch deren Lebensgefährten, wenn diese selbst nicht die leiblichen Eltern sind. Über das Thema muss also noch viel stärker informiert werden, und zwar nicht nur, wenn wieder Eltern vor Gericht stehen. Für ihre Kinder ist es dann zu spät.


Der Artikel zum Kommentar