Stimmung bei Thies in Gaste KG Hermania Hellern feiert auch am Aschermittwoch

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Osnabrück/Hasbergen. Eine besondere Tradition hat die Karnevalsgesellschaft (KG) Hermania: Sie organisiert seit rund 30 Jahren an Aschermittwoch den Hausfrauennachmittag.

„Schreiben sie ja nicht Karneval, wir haben schließlich Aschermittwoch“, bat Gislind Wobke von der KG Hermania und erklärte: „Es geht die Mär, dass die Frauen den Pastor vor ungefähr 30 Jahren gefragt haben, ob sie sich an Aschermittwoch zu einer Sitzung treffen dürften.“ Und der Pastor habe zugestimmt, „wenn sie sich morgens das Aschekreuz holen“.

Gestern saß beim Hausfrauennachmittag zwar keine Frau mit erkennbarem Aschekreuz im Saal des Gasthauses Thies in Gaste, doch die Helleraner Frauen trugen schwarze Hüte, „weil ja Aschermittwoch ist“, erläuterte Wobke.

Auf dem Programm des Hausfrauennachmittags standen Tänze der verschiedenen Gruppen der Recker Funken: vom „Zwergentanz“ der Mini-Funken über einen klassischen Gardetanz der Junioren-Funken bis hin zum Auftritt zweier Funkenmariechen.

Für die Büttenreden waren Alfons Abeln, Angelika Gausmann, Andreas Hille und Norbert Witte zuständig. Abeln mokierte sich darüber, dass „ab Mitte nächsten Jahres in Gefängnissen Fluchtwege ausgezeichnet sein müssen“. Er wurde jedoch auch politisch: „Merkel hat ja für Deutschland das Allerbeste herausgeholt“, erklärte er süffisant, nahm Merkels Rolle an und zählte auf: „Ich bleibe Kanzlerin, der mit den Haaren im Gesicht ist weg, und in Deutschland gibt es draußen weiterhin nur Kännchen.“

Angelika Gausmann alias Hertha fragte die Frauen: „Ist bei euren Vorsätzen noch alles im grünen Bereich?“ Sie würde nun ja Sport treiben und sei Secondhand-Vegetarierin geworden: „Kuh frisst Gras, ich esse Kuh.“ Natürlich bekamen wieder einmal die Männer ihr Fett weg, als sie feststellte: „Männer sind wie Tupperware: Die halten 40 Jahre, und wenn man sie sich anguckt, denkt man: Wäre auch ohne gegangen.“ Mit Blick auf den Elferrat der KG Hermania auf der Bühne fügte sie hinzu: „Die haben so innerlich Spaß! Man sieht nichts.“

Die Frauen hingegen lachten herzlich und viel – nicht nur bei Gausmann. Auch Andreas Hille hatte die Lacher auf seiner Seite. Und er wurde noch überrascht: Da er schon seit so vielen Jahren bei der KG Hermania auftritt, ernannte diese ihn zum Ehrenmitglied: „Ich muss gerade mal schlucken“, so Hille.

Für ordentlich Stimmung sorgten zudem die Geschwister Dust mit ihren musikalischen Einlagen. „Postillon“ Roger Meads wiederum hatte seine Trompete mitgebracht.


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