Königin von Niendorf Idylle zwischen Kindheit und Jugend

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Osnabrück.  Der tolle Kinderfilm „Königin von Niendorf“ verzaubert als eine Art Sommermärchen einer irgendwie aus der Zeit gefallenen Landidylle, in der sich eine Coming-of-Age-Geschichte um den zaghaften Übergang von der Kindheit in die Jugend abspielt.

Diesen Sommer wird alles anders für die zehnjährige Lea (Lisa Moell). Auf das bisherige Sommercamp hat sie keine Lust mehr. Zum einen, weil ihre beste Freundin diesmal nicht dahin will. Und zum anderen, weil all ihre Mitschülerinnen plötzlich total komisch geworden sind.

Da verbringt Lea ihre Sommerferien lieber auf dem Hof des etwas sonderbaren Kauzes Mark (Mex Schlüpfer), der gerade Ärger mit der doofen Bürgermeisterin (Sophie Kluge) hat. Aber am meisten fühlt sie sich zu der fünfköpfigen Bande hingezogen, die gerade ein Floß baut. Dumm nur, dass die Jungs gar kein Mädchen bei sich haben wollen. Weil Mädchen ja immer und überall Angst haben. Doch die Jungs haben die Rechnung ohne Lea gemacht, die sich sogar zu einer lebensgefährlichen Mutprobe hinreißen lässt.

Das ganz und gar aus kindlicher Perspektive erzählte Spielfilmdebüt von Regisseurin und Co-Autorin Joya Thome lebt von den toll eingefangenen Sommerimpressionen einer irgendwie aus der Zeit gefallenen Landidylle. Obwohl auch dort das IT-Zeitalter Einzug gehalten hat, spielen die Kinder lieber im Baumhaus und in der freien Natur. Zum skypen geht man höchstens heimlich in den Keller.

Im wesentlichen erzählt „Königin von Niendorf“ aber eine  Coming-of-Age-Geschichte. Wobei hier freilich nicht der Weg ins Erwachsenendasein gemeint ist, sondern ein erster zaghafter Übergang von der Kindheit in die Jugend. Auch wenn Lea ihre Schulkameradinnen mit deren neuen Interessen zunächst komisch findet – einen ihrer neuen Freunde hat Lea ganz besonders doll ins Herz geschlossen.


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