Deutsch-russische Freundschaft Ausstellung in Osnabrück: Piroggi, Poesie und ein bisschen Putin

Von Anna Beckmann

Gesichter Russlands: Fotos einer Reise nach Russland sind noch bis zum 22. Februar in der Volkshochschule zu sehen. Foto: Hermann PentermannGesichter Russlands: Fotos einer Reise nach Russland sind noch bis zum 22. Februar in der Volkshochschule zu sehen. Foto: Hermann Pentermann

bena Osnabrück. Einen Abend der deutsch-russischen Freundschaft verbrachten etwa 100 Gäste in der Volkshochschule (VHS). Sie lauschten Gedichten und Geschichten und schlenderten durch eine Fotoausstellung.

„Heute gibt es Fotos, Poesie, ein bisschen Putin, Piroggi, Prosecco und hoffentlich mehr Pointen als Pannen“, begrüßte Hannes Henkelmann die Besucher zu seiner Fotoausstellung. Gemeinsam mit Dichter Uwe Schwindt hatte der Hobbyfotograf und Russlandfreund den Abend organisiert. An den Wänden in der Volkhochschule hingen Fotos, die Henkelmann und ein Freund im vergangenen Jahr während einer Reise nach Russland gemacht hatten.

Mal zeigten die Bilder das moderne Leben in der Metropole Moskau, mal Menschen in traditioneller Kleidung. „Als ich im Internet gelesen habe, dass es eine Friedensfahrt nach Russland geben wird, wusste ich sofort, dass ich mitfahre“, erklärte Henkelmann. Denn Frieden zwischen Deutschland und Russland ist genau das, was der Sozialarbeiter sich wünscht. Die Ausstellung ist noch bis zum 22. Februar zu sehen.

Gedichte über Freundschaft

Beim deutsch-russischen Abend gab es aber nicht nur Bilder, sondern auch Poesie. Gemeinsam mit einigen anderen Hobbydichtern las Uwe Schwindt Texte aus dem Gedichtband „Poetische Brücken – Freundschaft kennt keine Grenzen“ vor. Der Band ist aus einem Literaturprojekt entstanden, bei dem sieben Osnabrücker Poeten Gedichte über Freundschaft geschrieben haben, die anschließend von Studenten aus der Partnerstadt Twer auf Russisch übersetzt wurden. Das Vortragen der russischen Übersetzungen übernahm in der VHS unter anderem die gebürtige Moskauerin Polina Buzyleva. Die 23-Jährige studiert seit einem halben Jahr in Osnabrück und lernte Henkelmann im vergangenen Sommer in Moskau durch Zufall kennen. „Als sie mir dann erzählte, dass sie bald in Osnabrück studieren wird, haben wir Kontakt gehalten“, erinnerte sich Henkelmann.

Erlös für die Friedensbrücke

Auch kulinarisch war für die Besucher gesorgt. Selbstgemachte Piroggi mit Kartoffelfüllung, Kaviar und andere russische Spezialitäten wurden angeboten. Natürlich fehlte auch das Nationalgetränk Wodka nicht. „Denn ein russischer Abend ohne Wodka ist wie Köln ohne Karneval“, scherzte Henkelmann. Der Erlös der Veranstaltung wird an die Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe e.V. gespendet, die damit ein im Krieg zerstörtes Waisenhaus im ukrainischen Donbass wiederaufbauen will.