Preisträger von Jugend musiziert Kleine Künstler ganz groß in Osnabrück

Von Jan Kampmeier

Zwei von vielen bei „Jugend musiziert“: Leonie Wolf und Simon Vesper. Foto: Egmont SeilerZwei von vielen bei „Jugend musiziert“: Leonie Wolf und Simon Vesper. Foto: Egmont Seiler

Bei den Jugend musiziert-Preisträgerkonzerten zeigten viele junge Musiker der Öffentlichkeit, womit sie zuvor die die Jurys des Regionalwettbewerbs überzeugen konnten.

„Hervorragender und kurzweiliger kann ein Programm nicht sein“, sagt Heide Specht am Sonntag in der Aula des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums. In den Startlöchern stehen einige der jungen musikalischen Talente Osnabrücks, um bei diesem zweiten Preisträgerkonzert des Regionalwettbewerbs Jugend musiziert ihr Können, das sie im Wettbewerb vor den Jurys bewiesen hatten, noch einmal der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Der „offizielle“ Teil war bereits beim ersten Konzert am Freitagabend abgehandelt worden: Grußworte von Burkhard Jasper und Dorit Schleissing für Stadt und Theater Osnabrück sowie die Übergabe der vielen Urkunden Preise und Sonderpreise. Bei der zweiten Runde am Sonntagvormittag erhält jeder nur eine Rose, ansonsten gehört die Veranstaltung allein der Musik. Gerahmt wird das Programm von zwei Schlagzeugensembles, wozu auch die Kombination aus zwei Marimbas und einem Vibraphon zählt, mit der Philip Folz, Jan Pohlmann und Juliane Schneider, alle mit gleich vier Schlägeln ausgerüstet, das Programm stimmungsvoll eröffnen.

Familienduos

Bei ihnen und auch den folgenden jungen Musikerinnen und Musikern ist nicht nur die technische Seite des Vortrags bemerkenswert sicher, sondern auch die musikalische Gestaltung und die Kommunikation mit den Partnern. Da finden sich zum Beispiel einige Generationen-übergreifenden Familienduos, etwa Pia und Markus Lafleur, Luis und Oliver McCall oder Philip und Kirsten Anacker. Hornist Philip Anacker ist am Sonntag der älteste der jungen Künstler und präsentiert einen Geschwindmarsch von Bernhard Krol mit Energie und Entschlossenheit. Doch auch die Jüngeren können bereits mit diesen Vorzügen aufwarten, etwa der Trompeter Vincent Windhagen.

Abwechslungsreich wird das Programm, weil eine Vielzahl unterschiedlicher Instrumente erklingt: Die kleine Geigerin Leonie Wolf erhält beim Stimmen ihres Instruments noch Hilfe, die ziemlich umfangreichen Variationen G-Dur von Natalja Baklanowa bewältigen sie und ihr Partner Simon Vesper am Flügel dann auch ohne Unterstützung ausgesprochen souverän. Willem van Remmerden lässt mit seiner Gitarre einen russischen Bären tanzen, und tierisch geht es auch bei der jungen Querflötistin Juliane Träger zu, die offenbar keine Angst vor Spinnen hat. Das Exemplar aus dem „Square Dance der siebenbeinigen Spinne“ allerdings wirkt durch ihren Vortrag auch geradezu graziös.