24 Personen ärztlich behandelt Polizei muss am Ossensamstag vor allem am Haarmannsbrunnen eingreifen

Von Sandra Dorn

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Unter den 24 Personen, die ärztlich behandelt werden mussten, waren beim Ossensamstag 2018 acht Minderjährige, vier von ihnen hatten zu viel Alkohol getrunken. Foto: Gert WestdörpUnter den 24 Personen, die ärztlich behandelt werden mussten, waren beim Ossensamstag 2018 acht Minderjährige, vier von ihnen hatten zu viel Alkohol getrunken. Foto: Gert Westdörp 

pm/sdo Osnabrück. Auch wenn der Ossensamstag in diesem Jahr überwiegend friedlich vonstatten ging, hatten die Einsatzkräfte gut zu tun. Vor allem am Haarmannsbrunnen mussten die Beamten eingreifen, wie aus einer Pressemitteilung der Polizei hervorgeht.

Im Vergleich zum Vorjahr machte sich allerdings die weiter gesunkene Zahl der Narren bei den Einsatzkräften bemerkbar – zumindest sie dürften sich über den Besucherrückgang gefreut haben. 20000 Feiernde hatte die Polizei beim Ossensamstag 2017 geschätzt – in diesem Jahr waren es laut Polizeisprecherin Anke Hamker nur 12000 bis 15000.

Lesen Sie auch: Ossensamstag 2018 in Osnabrück: Eine riesengroße Party

Körperverletzungen und Beleidigungen: Sowohl während, als auch nach Ende des Karnevalumzuges wurden der Polizei körperliche Auseinandersetzungen im Innenstadtbereich und auch besonders am Haarmannsbrunnen gemeldet, heißt es in der Mitteilung. Die Polizei nahm diverse Strafanzeigen auf. Vor dem Theater wurde ein Böller gezündet, vier Mal leisteten Menschen Widerstand gegen Polizeibeamte, in drei Fällen wurden Beleidigungen angezeigt, in einem Fall eine Bedrohung, zählte Hamker auf.

Sonstige Delikte: Ein Narr muss sich wegen des Tragens von Hoheitszeichen der deutschen Polizei verantworten, so Hamker weiter. Merke: Sobald polizeiliche Ärmelwappen zum Kostüm gehören, hört der Spaß auf. Ebenfalls verboten ist das Mitführen von Waffen; die Polizei nahm Anzeigen wegen des Mitführen eines Gasrevolvers und eines Schlagstocks auf. Die Beamten erteilten darüber „diverse Platzverweise“, so Hamker, und zwei Personen wurden in Gewahrsam genommen. Nicht erwischen konnten die Polizisten einen Exhibitionisten, der am Haarmannsbrunnen blank zog.

Alkohol: In der Sanitätsstelle an der Domschule wurden laut Mitteilung 24 Personen ärztlich behandelt. Sechs von ihnen wurden zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Von den 24 Personen waren acht unter 18 Jahre alt, vier von ihnen hatten zuviel Alkohol getrunken. „Ein 20-Jähriger erreichte den ‚traurigen‘ Höchstwert von 2,7 Promille“, schreibt die Polizei.

Ruhige Nacht: „Im Verlauf der Nacht kam es nicht zu weiteren nennenswerten Eskalationen“, endet die Mitteilung.

Gut geklappt habe auch in diesem Jahr die Zusammenarbeit zwischen den Behörden, so Hamker, also mit dem Technischen Hilfswerk (THW), den Feuerwehren, dem Sanitätsdienst und der Stadt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN