Wenn das Wachsen schmerzt Kinderorthopäde referiert in Osnabrück

Von Jann Weber

Kinderorthopäde Dr. Henning Tretow. Foto: Wilfried GerharzKinderorthopäde Dr. Henning Tretow. Foto: Wilfried Gerharz

Osnabrück. „Mein Kind wächst – von Wachstum und Wachstumsschmerzen“: Unter diesem Titel hält Dr. Henning Tretow am kommenden Mittwoch einen Vortrag im NOZ-Medienzentrum am Berliner Platz in Osnabrück. Er ist Sektionsleiter der Kinderorthopädie in der Paracelsus-Klinik am Natruper Holz in Osnabrück.

Es ist ein Zusammenspiel von Skelett, Gelenken, Sehnen, Bändern und Muskeln. Die Knochen sind mit Wachstumsfugen versehen – bei Mädchen bis zum 14. Lebensjahr, bei Jungen bis zum 16. Lebensjahr. Wer bereits erwachsen ist, wird sich nur schwer daran erinnern, wie sich das Wachsen anfühlt. Dabei sind Wachstumsfugen „besonders organisierte Bereiche“ in denen es zu „Instabilitäten, Spannungen und Reizungen“ kommen kann.

Das Durchblutungssystem des Knochens

„Wachstumsschmerzen kommen häufig vor, sind aber schwer zu fassen“, erläutert Tretow: „Oft verbirgt sich hinter ihnen kein Schaden.“ Dennoch müssten die Schmerzen behandelt werden – etwa mit Massagen oder mit Medikamenten. Sind die Schmerzen schwer zu lokalisieren und unspezifisch, kann ein Besuch beim Kinderorthopäden erforderlich sein. Tretow beschreibt in seinem Vortrag einerseits Abläufe während des Wachstums und andererseits Störungen, die dabei auftreten können. Er zeigt Bilder und Röntgenaufnahmen. So erläutert der Mediziner das Durchblutungssystem des Knochens am Beispiel des Hüftgelenks. Mit seinem Vortrag will der Orthopäde es Eltern ermöglichen, die Situation ihrer Kinder besser einzuschätzen.