Straßenkarneval gestartet Narren feiern Weiberfastnacht in Osnabrück

Von Claudia Sarrazin


Osnabrück. Der Startschuss für den Osnabrücker Straßenkarneval fiel am Donnerstagabend im Jeckendorf vor dem Rathaus. Zur Weiberfastmacht zogen die Narren traditionell von Kneipe zu Kneipe.

„Helau Mädels“, rief Rene Herring, Präsident des Bürgerausschusses Osnabrücker Karneval (BOK), der sich freute, dass es „endlich“ losging. Und die amtierende Stadtprinzessin Gaby I. (Rittmeister) erklärte: „Überall im ganzen Land sind Frauen und Mädchen außer Rand und Band.“ In Partylaune waren Claudia, Silvia, Marion und Petra, die als Piratinnen und Polizisten verkleidet waren, sowie die drei Clowns Kerstin, Elke und Irene. Während Silvia begeistert vor der Bühne auf dem Rathausmarkt tanzte, erklärte Petra: „Weiberfastnacht ist Pflicht, wir kommen seit Jahren. Das macht Spaß.“ Irene freute sich: „Wir haben noch nie so gutes Wetter an Weiberfastnacht gehabt.“ Zwar war es kalt, doch die Clowns hatten sich einen Kneipenbummel vorgenommen: „Wir gehen in alle Kneipen von links nach rechts und wieder zurück“, so Irene. Um 19.30 Uhr war es in der Marktschänke schon ziemlich voll, und die meisten Gäste verkleidet. Vor der Tür sorgten die Türsteher Wölfi und Todds für Ordnung, und Wölfi wusste: „Ab neun Uhr geht es hier richtig rund.“ Wer vom Rathausplatz in die andere Richtung ging, kam als Erstes an der „Ollen Use“ vorbei. Dort waren im Gegensatz zur Marktschänke gegen 19.30 Uhr gerade die ersten närrischen Gäste eingetroffen. Mit Perücken verkleidet unterwegs waren Thomas und Ralf. Im Jeckendorf vor dem Rathaus berichteten die beiden: „Wir sind jedes Jahr mit dabei und wollen in die Joe Enochs Sportsbar.“ Gaby I. hielt es mit ihrem Gefolge wie die Clowns: Sie zog von Kneipe zu Kneipe. Und Herring ahnte: „Das wird eine lange Nacht.“