zuletzt aktualisiert vor

Was passiert mit der Kogge? So wird der Spielplatz am Osnabrücker Koggestrand künftig aussehen

Von Jörg Sanders


Osnabrück. Die alte Kogge auf dem Spielplatz am Adolf-Reichwein-Platz in Osnabrück muss weichen: Sie ist nicht mehr sicher. Im Mai gestaltet der Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) den Platz neu – und nun darf auch gezeigt werden, wie der Platz künftig aussehen wird.

Der OSB baut das bei Kindern äußerst beliebte Schiff ab, weil es teilweise marode und nicht mehr sicher ist. Fünf Hersteller solcher Anlagen schrieb der OSB an und bat sie um Vorschläge zur Umgestaltung des Spielplatzes. Alle lieferten, der OSB traf eine Vorauswahl. Am 19. Januar präsentierte er zwei Vorschläge am Koggestrand und ließ die anwesenden Kinder abstimmen. Das Votum war einstimmig.

Weil der Auftrag noch nicht erteilt gewesen war, durfte unsere Redaktion keine Bilder von dem Entwurf veröffentlichen.

Inzwischen wurde der Auftrag vergeben, bestätigte Hartmut Damerow vom OSB auf Anfrage unserer Redaktion. Sieger des Wettbewerbs ist Kindt Spielplatzeinrichtungen aus Möhnesee in Nordrhein-Westfalen.

Kogge weicht Flussdampfer

Der Koggestrand trägt seinen Namen bald nicht mehr zurecht: Ab Mai müsste er eigentlich Flussdampferstrand heißen. Denn der Siegerentwurf zeigt einen Flussdampfer mit Kajüte und einer Hängematte am Heck. Erneut wird es eine Rutsche geben, auch ein Kletternetz sieht der Entwurf vor. Stege führen zu einem weiteren kleineren Schiff. Alles ist auf Stelzen gebaut, was die Langlebigkeit von jetzt zehn auf 15 bis 20 Jahre erhöhen soll. Ein Schiff war vorgeschrieben, um den Platzcharakter zu erhalten.



Grafik: Kindt Spielplatzeinrichtungen

„Der Spielwert wird wesentlich höher sein als beim jetzigen Schiff“, sagt Damerow. 40.000 Euro inklusive aller Kosten investiert der OSB in die Umgestaltung des Platzes. Ende Mai soll sie abgeschlossen sein.

Und die alte Kogge?

Seit 2006 steht die Kogge auf dem äußerst beliebten Spielplatz Die Rutsche der Kogge will der OSB an anderer Stelle aufbauen, das Schiff selbst wird verschrottet. „Das ist sehr schade und tut auch etwas weh“, sagt Damerow. Verkaufen oder Verschenken sei aber unmöglich. „Es ist nicht mehr verkehrssicher, und wir haften mit“, sagt er. Das gelte selbst dann, wenn der OSB ausdrücklich auf die mangelnde Sicherheit des Schiffs hinweise, ergänzt er und verweist auf den Fachbereich Recht, der diese Ansicht vertritt. „Gekauft wie gesehen geht hier also nicht.“