Caritas-Sammlung 2018 Aktion „Nah am Menschen“ startet im Bistum Osnabrück

Von Robert Schäfer

Angela Berger und Hildegard Hettlich sammeln in Lüstringen und Voxtrup für die Caritas-Arbeit. Caritas-Geschäftsführerin Monika Schnellhammer, Mareike Wübbel, bei der Caritas für die Ehrenamtlichen zuständig und Gemeindereferent Dirk Schnieber hoffen auf eine erfolgreiche Caritas-Sammlung. Foto: Robert SchäferAngela Berger und Hildegard Hettlich sammeln in Lüstringen und Voxtrup für die Caritas-Arbeit. Caritas-Geschäftsführerin Monika Schnellhammer, Mareike Wübbel, bei der Caritas für die Ehrenamtlichen zuständig und Gemeindereferent Dirk Schnieber hoffen auf eine erfolgreiche Caritas-Sammlung. Foto: Robert Schäfer

Osnabrück. Am 11. Februar startet im Bistum Osnabrück die diesjährige Caritas-Sammlung. Das Geld kommt wieder dem Sozialverband und den Gemeinden zugute, die damit vor allem die alltägliche Not vor Ort lindern wollen.

„Nah am Menschen“ ist das Motto der Caritas-Sammlung, die bis zum 4. März wieder in den katholischen Gemeinden stattfindet. Die Spendenaktion wird in jeder Gemeinde unterschiedlich gehandhabt. Einige Gemeinden im Bistum setzen weiterhin auf die klassische Haussammlung, bei der die Mitarbeiter mit der Klingeldose die katholischen Haushalte aufsuchen und sammeln. Andere legen den Gemeindebriefen ein Schreiben der Caritas und passende Überweisungsträger bei. In beiden Fällen wird das Geld dieser Sammlung geteilt. 55 Prozent erhält die Caritas, 45 Prozent gehen an die Gemeinde. In beiden Fällen werde das Geld eingesetzt, um den Menschen vor Ort zu helfen, erklärte Caritas-Geschäftsführerin Monika Schnellhammer.

 

Bunte Beratungsstelle

Ein Caritas-Projekt ist beispielsweise die „Bunte Beratungsstelle“ an der Mindener Straße 337. Hier können sich Menschen in Not direkt an die Caritas wenden und sich beraten lassen. Die katholische Gemeinde Maria Hilfe der Christen hat dort in der ehemaligen Fleischerei ein Beratungsbüro eingerichtet, dass sie nun gemeinsam mit der evangelischen Petrus-Gemeinde betreibt. Mit der persönlichen Beratung schafft die Beratungsstelle ein niederschwelliges Angebot, Hilfe zu bekommen. Dazu gehören auch Veranstaltungen und die Vernetzung über das Caritas-Netzwerk. „Wir kümmern uns nicht nur um das Geld, wenn bei einer bedürftigen Familie die Waschmaschine kaputtgeht“, meint Gemeindereferent Dirk Schnieber, „wir können auch den Transport organisieren.“ Aber auch einem Mann auf Jobsuche, der auf das Auto angewiesen war, habe man ein zinsloses Darlehen für die Reparatur geben können. Und auch bei der Einrichtung hilft die Caritas. „15 Küchen haben wir im letzten Jahr gebaut“, lacht Schnieber. Mit der Flüchtlingshilfe ist dazu ein weiteres Feld hinzugekommen.

 

In der Not helfen

Notleidenden im individuellen Einzelfall wollen auch die Gemeinden helfen. Hildegard Hettlich aus Voxtrup berichtete über die Arbeit, die sie und andere Freiwillige in der Gemeinde leisten. Spenden über den Kleiderbörsen aber auch die direkte Arbeit mit den Familien und alten Menschen in Not gehören zum Alltag der Ehrenamtlichen. So habe die Gemeinde beispielsweise eine ältere Frau unterstützt, die nach Obdachlosigkeit wieder in eine eigene Wohnung zurückgekehrt sei. In dieser Übergangszeit und auch danach hatten sich die Helfer intensiv um die Dame gekümmert. In Lüstringen arbeiten die Ehrenamtlichen der Gemeinde ebenfalls direkt mit den Notleidenden, erlaubte Angela Berger einen Einblick in die Gemeindearbeit. „Beim Besuchsdienst haben wir direkten Kontakt zu den Bedürftigen“, sagte sie. „Es sind viele einsame alte Menschen, die sich über Ansprache freuen.“ Dazu kommen Familien mit Kindern, die Hilfe wie eine Erstausstattung oder ähnliches brauchen. Hier werde das Geld eingesetzt – natürlich ohne auf die Konfession zu achten. „Wir helfen jedem, der Hilfe braucht“, sind sich die Ehrenamtlichen der Gemeinden einig.