Sportbetrieb läuft seit Weihnachten Trainingshalle für Hollager Judokas jetzt offiziell eröffnet

Von Andreas Wenk


awen Wallenhorst. Der Sportbetrieb läuft schon seit Weihnachten, jetzt erfolgte die offizielle Eröffnung der neuen Trainingshalle des Blau-Weiß Hollage.

In den Festtagsreden wird schnell deutlich, seit der Verein im Januar 2013 den ersten Antrag gestellt hat, sind nicht nur ein paar Jahre vergangen, es mussten auch unterschiedliche Ideen und Standpunkte diskutiert und unter einen Hut gebracht werden. Am Ende, da waren sich alle einig, ist das gelungen, auch dank der stets konstruktiven Auseinandersetzung in der eigens eingerichteten Arbeitsgruppe.

Baukosten von rund 850000 Euro

Der Neubau der Halle, zu dem auch Geräteräume, ein Büro und Umkleiden gehören, hat eine Grundfläche von 465 Quadratmetern. Davon profitieren alle Nicht-Ball-Sportarten, vor allem die Judo-Abteilung. Die hatte sich auch besonders in Zeug gelegt, damit der Verein seinen Eigenanteil von rund 85000 Euro aufbringen konnte. Beispielhaft dafür, der Verkauf von Ziegelsteinen zu je 100 Euro. Steinkamp nannte die Finanzierung „ein rundes Paket.“ Die Baukosten von rund 850000 Euro wurden zudem durch Landes- und Kreissportbundes mit je 50000 Euro unterstützt. Am Ende bleib für die Gemeinde eine Summe von 665000 Euro übrig, so die vorläufige Bilanz.

Attraktivität erhöht

Laut Bürgermeister Otto Steinkamp ist die neue Trainingshalle aber weit mehr als eine Sportstätte. Für das Wachstum einer Gemeinde sei Sport heute ein wichtiger Faktor, um die Attraktivität zu erhöhen und junge Familien anzusiedeln.

Weitere Parkplätze

Die unmittelbare Nachbarschaft war zunächst wenig begeistert davon, eine weitere Halle vor die Tür gesetzt zu bekommen. Anfängliche Bedenken ließen sich jedoch weitestgehend ausräumen, so Wallenhorsts Kämmerin Annegret Rethmann. Mit dazu beigetragen hat offenbar auch die Neugestaltung des Geländes mit weiteren Parkplätzen. Zumindest wird die neue Halle von Anliegern angenommen. Kurz vor Beginn der Veranstaltung huscht ein Mädchen im Judoanzug und in Kunststoff-Clogs aus der Halle über die Straße und verschwindet in einem der schmucken Häuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Kanon angestimmt

Architekt Per Grunwald verzichtete auf eine inszenierte Schlüsselübergabe. Stattdessen versprach er den Festgästen, 500 Euro für neue Geräte zur Verfügung zu stellen. Pfarrer Dietmar Schöneich und Pastor Friedemann Keller baten um Gottes Segen. Während der kurzen Andacht bewährten sich die Festgäste als so „sangesfreudig“, dass Schöneich und Keller „Herr gib uns Deinen Frieden“ nach einem ersten Probedurchlauf als Kanon anstimmen ließen.

Vereins-Chef Gerd Strößner dankte insbesondere der Judoabteilung für ihr Engagement und zeigte sich erfreut, dass dieses Neubauprojekt noch kurz vor Ende in der Amtsperiode von Kämmerin Rethmann fertiggestellt werden konnte. Die Halle sei ein sichtbares Zeichen dafür, dass man etwas erreichen könne, wenn man gemeinsame Vorstellungen und Ziele entwickele. Das sei vielleicht nicht immer einfach gewesen, am Ende aber doch gelungen.