Premiere in der Lagerhalle Osnabrück Das Theaterstück „Wolle und Gack“ gibt es nun als Film

Von Anne Reinert

„Wolle und Gack“ ist verfilmt worden. Tine Schoch (links) und Kathrin Orth drehten vor einem Greenscreen. Die Kulisse entstand danach am Computer. Foto: Musiktheater Lupe/Drehteam GmbH/Die Etagen„Wolle und Gack“ ist verfilmt worden. Tine Schoch (links) und Kathrin Orth drehten vor einem Greenscreen. Die Kulisse entstand danach am Computer. Foto: Musiktheater Lupe/Drehteam GmbH/Die Etagen

Osnabrück. Das Musiktheater Lupe hat sein Stück „Wolle und Gack“ zusammen mit der Werbeagentur Die Etagen verfilmt. Am Freitag feiert der Kurzfilm über fremde Kulturen und Religion in der Lagerhalle Osnabrück Premiere.

„Die Idee hatten wir schon länger“, sagt Schauspielerin Tine Schoch. Sie und ihre Kollegen vom Musiktheater Lupe hatten mal darüber nachgedacht, das Stück „Wolle und Gack“ zu verfilmen. Und weil es denselben Einfall auch in der Werbeagentur Die Etagen gab, ist aus der Idee nun Realität geworden. 

Der 17-minütige Kurzfilm feiert am Freitag in der Lagerhalle seine Welturaufführung. Wie es sich für eine Filmpremiere gehört, tritt auch ein Stargast auf. Schaf Wolle (Tine Schoch) höchstpersönlich wird anwesend sein. Die Kinder können im Rahmenprogramm selbst vor der Kamera stehen. Der Erlös der Premiere geht an den Verein Exil.

(Weiterlesen: Premiere von „Wolle und Gack“)

Geschichte über fremde Kulturen und Religion

Film und Stück erzählen von fremden Kulturen und Religion und werben für Toleranz und Weltoffenheit. Wolle lebt glücklich und zufrieden in Schafland und hält sich für aufgeschlossen. „Ich komme ja mit jedem Schaf gut aus“, sagt es, egal ob Hochlandschaf oder „sogar ein schwarzes Schaf“. Doch dann zieht Gack aufs Nachbargrundstück. Ein Huhn, das jeden Tag betet und Würmer frisst, das ist zu viel für Wolle.

Vor drei Jahren hatte das Stück Premiere und wurde auch als zweisprachige Version auf Deutsch und Arabisch auf die Bühne gebracht. Der Film setzt ebenfalls auf zwei Sprachen. Denn die Geschichte wird von einem Erzähler (Ahmad Kiki) auf Arabisch kommentiert.

(Weiterlesen: Zweisprachige Premiere von „Wolle und Gack“)

Möglicherweise ein Pilotfilm

Gedreht wurde nicht in einer realen Kulisse, sondern vor einem Greenscreen. Eine Herausforderung für Tine Schoch und Kathrin Orth, die sich ihre Umgebung vorstellen mussten. „Da musst du ganz genau arbeiten und dann noch irgendwie Gefühl rüberbringen“, erklärt Schoch. Das Ergebnis zeigt: Es ist ihr und Kathrin Orth gelungen.

Während der Dreh drei Tage in Anspruch nahm, dauerten Vor- und Nachproduktion deutlich länger. Christian Streuter, Geschäftsführer der zu Die Etagen gehörenden Drehteam GmbH, engagierte einen Drehbuchschreiber, stand hinter der Kamera und arbeitete mit Ihno Oetjen an der 3-D-Animation, die im Nachhinein Häuser und Grundstücke entstehen ließ. „Das war viel aufwendiger, als wie dachten“, gibt Streuter zu. Doch es hat sich gelohnt. Die virtuelle Kulisse ist charmant und liebenswert. 

Möglicherweise sei der Film ein „Pilot“, kündigt Ralf Siebenand vom Musiktheater Lupe an, der bei Stück und Film Regie geführt hat. Wenn er gut ankommt, gehen „Wolle und Gack“ in Serie. 

(Weiterlesen: Das Musiktheater Lupe über sein Stück)


„Wolle und Gack – Der Film“: Premiere am Freitag, 9. Februar, um 18.30 Uhr in der Lagerhalle; Karten für 5 Euro in der Lagerhalle.