Neue Kinderspiele in Nürnberg vorgestellt Osnabrücker Kai Haferkamp mit Glibberhänden auf Monsterjagd

Von Karsten Grosser


Nürnberg. Auf der kürzlich in Nürnberg zu Ende gegangenen Spielwarenmesse haben Verlage neue und geplante Kinderspiele des Osnabrücker Spieleautors Kai Haferkamp präsentiert. Zentrale Rollen übernehmen darin Glibberhände und „Die kleine Hexe“.

Wer klatscht die Glibbermonster in Monstercity mit seiner Glibberhand als Erster ab? Kai Haferkamps neues Kinderspiel „Monsterstarker Glibberklatsch“ erfordert schnelle Reaktionen und Geschicklichkeit. Wie es genau funktioniert, konnten sich jüngst die Fachbesucher der Spielwarenmesse Nürnberg am Stand von Ravensburger zeigen lassen. Oder es auch direkt selbst ausprobieren.

Mit Glibberhänden auf Monsterplättchen klatschen

Ein Drehrad entscheidet darüber, auf welches Monster die Kinder ab fünf Jahren in der aktuellen Runde Jagd machen müssen. Die Ziele liegen als Pappplättchen auf dem Tisch verteilt. Dann kommt es immer wieder darauf an, die Ausholbewegung so zu koordinieren, dass die eigene Glibberhand möglichst schnell auf dem ausgewählten Monster landet. Schaffen das mehrere Spieler gleichzeitig, ziehen diese solange mit ihren Glibberhänden am Plättchen, bis es einen Sieger gibt.

TV-Kampagne für Haferkamp-Spiel

„Monsterstarker Glibberklatsch“ ist bereits im Handel erhältlich. Es ist für zwei bis vier Spieler und kostet etwa 25 Euro. Zu Ostern will Ravensburger den Titel mit einer TV-Kampagne bewerben. Autor Haferkamp erinnert sich an die Entstehung: „Ein Spiel, das es nie gegeben hätte, wenn nicht zwei Testspielerinnen bei mir im Arbeitszimmer diese Glibberhände entdeckt hätten und so lange damit herumgealbert hätten, bis ich ihnen versprochen habe, ein Spiel draus zu machen“, erklärt der Osnabrücker.

Spiele zum Kinderbuchklassiker „Die kleine Hexe“

Noch in der Produktionsphase befinden sich zwei Titel, die Mitte des Jahres bei Huch! erscheinen sollen: Mit „Die kleine Hexe“ und „Die kleine Hexe – Heia, Walpurgisnacht“ verspielt Haferkamp erneut einen Kinderbuchklassiker Otfried Preußlers. Mit einem Spiel zum Buch „Das kleine Gespenst“ hatte der Osnabrücker im Jahr 2005 einen seiner größten Erfolge gefeiert, als er den Preis „Kinderspiel des Jahres“ gewann. In den neuen Spielen integriert er nun einmal einen besonderen Drehmechanismus und zum anderen einen magnetischen Besen.

Hexe „fliegt“ um den Spielekarton

Preußlers Bücher haben Haferkamp von Kindheit an geprägt. „Ich weiß heute noch, wie sehr ich als kleiner Junge mitgelitten habe mit der kleinen Hexe, als sie in der Walpurgisnacht nicht mit um den Blocksberg reiten durfte, und ebenso gespannt dann die „guten“ Taten beobachtet habe, die die kleine Hexe vollbringt, um eine ‚gute‘ Hexe zu werden – so wie die Kinder das heute in meinem neuen Spiel tun sollen.“ Dem Autor sei es wichtig gewesen, dass die Kinder die Handlung des Buches bei dem größeren der beiden Neuheiten nachspielen können. So werde die Hauptfigur bei „Die kleine Hexe“ um den Spielekarton „fliegen“ können. Das Thema ist derzeit wieder angesagt. Erst kürzlich lief der Film „Die kleine Hexe“ im Kino an.

Auch Haferkamp scheint Hexen besonders zu mögen, denn in Nürnberg gab es auch schon einen ersten Blick auf die für Herbst geplante Neuheit „Bibi Blocksberg – Der blubbernde Hexenkessel“. Dieses Kinderspiel wird bei Schmidt Spiele erscheinen.

Kai Haferkamp gehört zu den erfolgreichsten Kinderspieleautoren Deutschlands. In den vergangenen Jahren wurden rund 200 Titel von ihm veröffentlicht.