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06.02.2018, 17:20 Uhr KOMMENTAR

Kuckucksei an der Hase in Osnabrück

Kommentar von Dietmar Kröger

An der Konrad-Bäumer-Brücke haben Paare Vorhängeschlösser, sogenannte Liebesschlösser, als Zeichen ihrer Liebe angebracht. Foto: Michael GründelAn der Konrad-Bäumer-Brücke haben Paare Vorhängeschlösser, sogenannte Liebesschlösser, als Zeichen ihrer Liebe angebracht. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Ein Eigitter für Liebesschlösser? Kann man machen, muss man aber nicht.

Der vermeintliche Brauch, rostende Vorhängeschlösser als Liebesbeweis an Brückengeländer zu schließen, ist an sich schon eher befremdlich. Ob dieser Trend (mehr ist es wohl kaum) dann auch noch von einer Kommune gefördert werden muss, erscheint zumindest so lange fraglich, wie Menschen ohne Wohnung sind, wie Schulen marode vor sich hinschimmeln und in Turnhallen Slalomkurse um Regenpfützen gebaut werden.

Nur weil in anderen Städten dieser putzige Blödsinn mit den Schlössern praktiziert wird, muss das in Osnabrück ja nicht auch stattfinden. Und wenn es dann doch sein soll, so sind Politik und Verwaltung gut beraten, für ein Eigitter nicht einen Cent auszugeben. Zumal nicht garantiert ist, dass die Liebestollen ihre Schlösser nicht doch weiter an den Hasebrücken befestigen. Sollte sich ein Sponsor finden, der einen Trend zum Brauch erheben will, dann sei es drum, aber bitte kostenneutral für die Allgemeinheit.


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