Der bunte Kontinent Circus Mother Africa in der Osnabrück-Halle

Von Thomas Wübker

Auf einem hohen Niveau befinden sich die Leistungen der Künstler des Circus‘ Mother Africa, der am Freitag in Osnabrück gastiert. Foto: Hans-Jürgen HermannAuf einem hohen Niveau befinden sich die Leistungen der Künstler des Circus‘ Mother Africa, der am Freitag in Osnabrück gastiert. Foto: Hans-Jürgen Hermann

Osnabrück. Dass Afrika der schwarze Kontinent genannt wird, ist eigentlich falsch. Die Artisten und Akrobaten des Circus‘ Mother Africa zeigen, dass zumindest die Künste des Kontinents sehr bunt und vielfältig sind. Am Freitag, 9. Februar, gastieren sie mit ihrer neuen Show „New Stories from Khayelitsha“ in der Osnabrück-Halle.

Vor fast genau zwei Jahren gastierte der Circus Mother Africa mit „Stories from Khayelitsha“ in der Osnabrück-Halle. Die neue Show führt zurück in das südafrikanische Township namens Khayelitsha (Deutsch: Unsere neue Heimat), in dem verschiedene Kulturen und Religionen aufeinander prallen und miteinander leben. Etwa zwei Millionen Menschen wohnen dort zum Teil in selbstgebauten Hütten aus Blech, Holz oder Pappe. Diese Kulisse haben die Regisseure Winston Ruddle und Ulrich Thon für die Show übernommen.

Ruddle und Thon wollen ein anderes Bild von Afrika zeigen. Nicht die Armut, die Kriege und Hungersnöte stehen wie so oft bei der Berichterstattung im Mittelpunkt, sondern die Lebensfreude und die vielen Talente des Schmelztiegels. Das klischeehafte Afrika-Bild stellen sie augenzwinkernd auf den Kopf und karikieren es mit spielerischer Leichtigkeit. „In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren die Townships das Resultat einer unmenschlichen Rassenpolitik. Heute sind sie ein symbolisches Bild für unsere Wahrnehmung von Afrika“, erklärt Ruddle, der Wohnsitze in Köln, Daressalam und Australien hat und Mitbegründer sowie Kreativdirektor von „Mother Africa“ ist.

Neben spektakulärer Akrobatik und Artistik sind auch Tanz und Musik Bestandteile der Show. Eine mehrköpfige Live-Band begleitet die Künstler aus Äthiopien, Tansania, Südafrika, Simbabwe, Ägypten und der Elfenbeinküste rund zweieinhalb Stunden lang mit afrikanischer Musik. „Mit einer unwahrscheinlichen Leichtigkeit, Fröhlichkeit und Leidenschaft“ boten die Künstler laut Schwäbischer Zeitung ihre Arbeit in Tuttlingen ab. Die Zuschauer quittierten dies mit „langanhaltendem, tosenden Applaus“.

Mother Africa, Osnabrück-Halle, Osnabrück, Fr., 9. 2., 20 Uhr, Eintritt: 47 bis 59 Euro, Tickets erhältlich in den Geschäftsstellen der Tageszeitung, www.deinticket.de oder unter Kartentelefon: 0541/349024.